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Von Angesicht zu Angesicht mit Kloppo

Von Angesicht zu Angesicht mit Kloppo

Jens Kubiziel zeichnete einige Zittauer Restaurantbesitzer – Thorsten Egg-Selonny von der „KultUhr“ (oben links), Andre Matthausch von der „Seeger Schänke“, Maik Bollmann vom Wirtshaus „Zur Weinau“ (unten links) und Henryk Haußer-Knabe vom Dornspachhaus.

Jens Kubiziel aus Olbersdorf präsentiert derzeit in der Sonderausstellung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Frauenstraße 21, in Zittau unter dem Titel „Von Angesicht zu Angesicht – Porträts“ circa 60 Porträtzeichnungen – von Personen aus seinem ganz persönlichen Umfeld bis hin zu Prominenten wie zum Beispiel Fußball-Kulttrainer Jürgen Klopp oder Rockmusiker Udo Lindenberg.

Zittau/Olbersdorf. Der 59-jährige „Kunsthandwerker“, wie er sich selbst in Verbindung mit seinem Hobby nennt, hat früher schon bei seinem närrischen Engagement als „Minister für Dekoration“ beim Faschingsclub Hörnitz gern gemalt und gezeichnet. Seine bis aufs i-Tüpfelchen geplanten Saal- und Bühnendekorationen sind vielen närrischen Fans in der Region in Erinnerung geblieben.
Seine Leidenschaft lebte dann während seines Rehaufenthaltes im Jahr 2017 verstärkt wieder auf. „Im Zuge eines Malkurses habe ich dort ein Porträt eines Mitpatienten gemalt“, berichtet er. Sein damit voll zufriedenes „Modell“ habe sich dieses Kunstwerk sogar an die Wand gehangen.
„Seither ist dieses Hobby für mich wie eine Sucht“, sagt er. Von seinen ersten bis zu seinen heutigen Arbeiten sei auch ganz deutlich eine Weiterentwicklung zu erkennen, auch wenn nicht jede Zeichnung auf Anhieb gelingt.

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Fußballtrainer Jürgen Klopp. Zeichnung: Jens Kubiziel

Zwischendurch kann es schon mal vorkommen, dass sich der Papierkorb füllt. „Ich bezahle halt auch ein gewisses Lehrgeld“, sagt er. Zu seinen Protagonisten zählen unter anderem die Familie, der Freundeskreis, Kollegen und Personen des öffentlichen Lebens, wie einige Zittauer Restaurantbesitzer, sowie bekannte Sportler und Musiker. Vor allem Charakterköpfe, wie zum Beispiel Fußball-Kulttrainer Jürgen Klopp, Bundestrainer Jogi Löw, Rockmusiker Udo Lindenberg, die Extrembergsteiger Huberbuam oder die Rolling Stones, haben den „Kunsthandwerker“ schon zu Zeichnungen inspiriert. „,Kloppo’, den erfolgreichen Coach, habe ich während eines Europapokalspiels im Fernsehen mehrmals abfotografiert und mir dann das beste Bild als Vorlage herausgesucht“, sagt er. Generell knipst Jens Kubiziel seine Vorlagen zu den Porträts weitgehend selbst, sodass alle seine Werke Unikate sind. „Für ein großes Bild im A4-Format benötige ich erfahrungsgemäß zwischen drei und acht Stunden“, sagt er. Zu seinem Handwerkszeug bzw. seinen Utensilien gehören Grafitstifte, Bleistifte, verschiedene Radiergummis und das entsprechende Papier je nach Körnung – je feiner, umso fotoähnlicher das Endprodukt.

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Jens Kubiziel hat auch seine Familie in Porträts gezeichnet – Frau Anett und sich (Foto in der Hand) sowie seine Söhne Ringo (oben links) und Falko mit ihren Freundinnen Anett (unten links) und Franzi.

Foto: Steffen Linke

Das allgemeine Feedback auf seine Bilder fällt zu 90 Prozent positiv aus. „Ich bin schon stolz darauf, wenn ich der Vorlage so nahe wie möglich komme“, sagt er. Sein Selbstporträt sei einfacher gewesen, als jemand anderen zu malen, weil da immer Eitelkeiten eine Rolle spielen würden. Seine Mutter sei in dieser Beziehung „ein ganz schwerer Fall.“ Jens Kubiziel hat drei Bilder von ihr gemalt – nicht eins davon gefällt ihr, wie er betont. Und er fügt hinzu: „Ich nehme jetzt noch einmal einen neuen Anlauf. Mal sehen, was sie dann dazu sagt.“ Die größte Kritikerin ist seine Frau Anett. „Durch ihre Sichtweise auf die Zeichnungen konnte ich so manches Bild schon besser gestalten“, sagt er.

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Rockmusiker Udo Lindenberg. Zeichnung: Jens Kubiziel

Übrigens: Ein Großteil der ausgestellten Exponate in der Sonderausstellung „Von Angesicht zu Angesicht – Porträts“ sind Leihgaben der Protagonisten, die Jens Kubiziel gemalt und sich nun noch einmal dafür geborgt hat. Der Olbersdorfer selbst sucht stets nach weiteren Motiven.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar zu den Öffnungszeiten der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien im Foyer, Frauenstraße 21, in Zittau zu sehen. Na dann: Viel Spaß bei einer Stippvisite...

Steffen Linke / 13.01.2019

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