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Vorplanung für Brücke ist fertig

Vorplanung für Brücke ist fertig

Die derzeitige Brücke von Deschka nach Penzig ist grundsätzlich nicht für Pkw zugelassen. Wenige Autofahrer haben eine Sondergenehmigung, u.a. Eltern von in Deutschland zur Schule gehenden polnischen Kindern. Foto: Till Scholtz-Knobloch

Deschka. Auf Grundlage des 2017 abgeschlossenen Partnerschaftsvertrages haben der Niederschlesische Dienst für Straßen und Eisenbahnen (DSDiK) und das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine gemeinsame Standortuntersuchung durchgeführt, um mittels einer Brücke für den Straßenverkehr zwischen Deschka und Penzig (Piensk) die S 127n und die Woiwodschaftsstraße DW 351 zu verbinden.Im Rahmen einer gemeinsamen Feierstunde wurde am 29. November in Breslau der Abschluss der Vorplanung mit der Unterzeichnung und Übergabe der Dokumentation gewürdigt. Im Rahmen des Planungsprojektes wurden sechs Korridore betrachtet. Dabei hat sich der „Korridor 5“ auf beiden Seiten der Neiße als das Optimum für beide Partner herauskristallisiert und als Vorzugsvariante festgelegt. Dieser befindet sich etwa 500 Meter nördlich der Ortslage von Deschka auf halben Weg nach Zentendorf. Auf polnischer Seite würde die Verbindung am nördlichen Ortsausgang von Penzig auf die DW 351 treffen. Innerhalb der Untersuchung erfolgten eine gemeinsame Verkehrsuntersuchung, Umweltuntersuchung und Verkehrsplanung. Die Ergebnisse der gemeinsamen Standortfindung wurden nach deutschem Planungsrecht in einer Vorplanungsunterlage zusammengestellt.

„Der Bau der neuen Grenzbrücke im Raum Deschka-Penzig kann sich auf der sächsischen Seite einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Gewerbegebietes Rothenburg darstellen. Gleichzeitig werden die touristischen Verkehrsbeziehungen verbessert und ein Angebot für grenzüberschreitende, öffentlichen Verkehr geschaffen. Die großen Abstände zwischen den derzeit existierenden sechs Brücken im Zuge von öffentlichen Straßen an der sächsisch-niederschlesischen Grenze werden verkürzt“, betont das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV).

Nach der Anhörung der Vorplanungsunterlage soll die Anhörung der Träger öffentlicher Belange erfolgen. Nach Auswertung der Stellungnahmen wird die Vorplanung abgeschlossen. Die nächsten Schritte sind die Erstellung des Vorentwurfs und darauf basierend der Feststellungsentwurf zur Beantragung der Planfeststellung bei der Landesdirektion Sachsen. Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens ist die umweltrechtliche Genehmigung des Vorhabens nach deutschem Planungsrecht.

Nach positiver Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses zum Vorhaben kann dann eine Baudurchführungsvereinbarung abgeschlossen werden und die bauliche Realisierung durch die beiden Projektpartner erfolgen.

Till Scholtz-Knobloch / 10.12.2019

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