„Wie können wir dem Bad helfen?“

Das Stadtbad Königsbrück.Eine weitläufige Anlage, die Sportler u. Erholungssuchende gleichermaßen einlädt. Jüngst fanden sich ein rundes Dutzend Leute zum „Freundeskreis Stadtbad Königsbrück“ zusammen, die helfen wollen, die Anlage langfristig zu erhalten
Der „Freundeskreis Stadtbad Königsbrück“ sucht nach Lösungen, um die bauliche und technische Instandhaltung des Bades zu sichern und die hauptamtlichen Bademeister und Rettungsschwimmer zu entlasten. Er lädt am 13. Juni zu einem Info-Tag in das Stadtbad ein.
Königsbrück. Vor einigen Tagen öffnete es seine Türen für die Saison: das Stadtbad Königsbrück. Ruhig und grün gelegen, bietet es insgesamt über 1.000 Quadratmeter Wasserfläche und einen großzügigen Liege- und Sportbereich. „Als Jugendlicher war ich hier bei den Jungen Rettungsschwimmern unterwegs. Denn das Wasser ist für mich ein wichtiges Element“, sagt der Königsbrücker Stadtrat Lars-Arne Dannenberg.
In diesem Amt weiß er um er die Sorgen und Nöte von Badbetreibern: Anlagen werden über die Zeit marode. Man kann fast nie kostendeckend arbeiten. Es ist schwer, kompetentes Personal zu finden. Auch die Technik im Stadtbad ist in die Jahre gekommen. Das betrifft speziell die Pumpen.
Letztes Jahr sammelte man daher über Crowdfunding mehrere tausend Euro ein, um eine davon zu reparieren. Doch derartige Probleme können in Zukunft wieder auftreten. „Das Bad ist wichtig für die Stadt. Eine Schließung wegen technischer Mängel sollte unbedingt vermieden werden“, betont Dannenberg. Mit Gleichgesinnten initiierte er deshalb den „Freundeskreis Stadtbad Königsbrück“. Zur ersten Gesprächsrunde am 14. April kam ein reichliches Dutzend Leute: Neben Lars-Arne Dannenberg waren das Bürgermeister Heiko Driesnack sowie Königsbrücker Bürger, zum Beispiel Rentner, die das Frühschwimm-Angebot nutzen, oder Eltern von Kindern, die im Bad ihre Schwimmkenntnisse vertiefen möchten. „Uns alle treibt die Frage um: Wie können wir dem Bad helfen?“
Perspektivisch sucht man nun einerseits Lösungen, um die bauliche und technische Instandhaltung des Bades zu sichern, andererseits, um die hauptamtlichen Rettungsschwimmer und Bademeister zu entlasten. „Dabei könnten beispielsweise Ehrenamtler tagsüber oder auch früh und abends die Kasse übernehmen – je nachdem, wann sie Zeit haben“, hofft Dannenberg. Außerdem möchte man wieder mehr Angebote für Kinder und Jugendliche entwickeln. In der Vergangenheit fanden hier – laut Homepage – Schwimmlager für Jungen und Mädchen statt, übernachteten Schüler in Zelten auf der Wiese.
„Es wäre schön, wenn im Stadtbad erneut eine Arbeitsgemeinschaft für Junge Rettungsschwimmer entstehen könnte“, wünscht sich der Stadtrat. Im „Freundeskreis“ will man nun zunächst vor allem Ideen sammeln, um diese Vorhaben umzusetzen. Ob aus der Initiative ein Verein werden soll, ist derzeit noch offen. Um künftig auch Fördermittel einzuwerben, wäre das jedoch hilfreich.
Am 13. Juni lädt der „Freundeskreis“ zwischen 11 und 15 Uhr alle diejenigen ins Stadtbad ein, die daran interessiert sind, dass es dieses auch langfristig gibt. „Wir haben diesen Tag gewählt, weil da die Schwimmabzeichentage im Stadtbad starten. Kinder und Jugendliche können dort die Schwimmabzeichen von Seepferdchen bis Gold erwerben“, sagt Lars-Arne Dannenberg. An einem Info-Stand werden die Mitglieder des „Freundeskreises“ den Bürgern einige ihrer Ideen vorstellen. Sie freuen sich auf weitere Anregungen aus der Bevölkerung. Danach wird man entscheiden, ob man schon in dieser Saison aktiv werden kann oder erst nach dem Herbstputz und der Winterpause, also im kommenden Jahr.
Foto: Lars-Arne Dannenberg