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Erster Spatenstich für neue Wohnstätte

Erster Spatenstich für neue Wohnstätte

Sozialministerin Barbara Klepsch und viele geladene Gäste vollzogen in Olbersdorf den ersten Spatenstich für die neue stationäre Einrichtung für Drogenabhängige. Foto: Steffen Linke

Hilfe für Drogenabhängige. Im Beisein von Sozialministerin Barbara Klepsch ist der erste Spatenstich für die neue sozialtherapeutische Wohnstätte des „come back e.V.“ in der August-Bebel-Straße 104 in Olbersdorf gesetzt worden.

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Die sozialtherapeutische Wohnstätte für drogenabhängige Menschen soll sich einmal harmonisch ins das Ortsbild von Olbersdorf einfügen. Entwurf: Katrin Müldener

Olbersdorf. Der „come back e. V.“ ist einer von drei Suchthilfeträgern, der vergangenes Jahr vom sächsischen Sozialministerium und dem Kommunalen Sozialverband Sachsen nach einem Interessenbekundungsverfahren ausgewählt wurde, mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen 18 von insgesamt 54 Wohn- und Betreuungsplätzen für junge chronisch mehrfach geschädigte drogenabhängige Menschen, insbesondere Crystalabhängige, zu schaffen. Der „come back e.V.“ erhält dafür Fördermittel in Höhe von 1,34 Millionen Euro.

Das circa 50 Meter lange Gebäude soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Voraussichtliche Fertigstellung – Mai 2018.

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In Kombination von Wohnform und Beschäftigung soll diese Zielgruppe möglichst schnell wieder in die Gesellschaft integriert werden. Die Bewohner haben neben der sozialtherapeutischen Betreuung die Möglichkeit, sich in verschiedenen Arbeitsbereichen auszuprobieren und einzubringen, beispielsweise bei Haus- und Grundstückspflege, Fahrradwerkstatt, Holzarbeiten oder auch in der externen Berufsfeldorientierung in den Bereichen Maschinenbau, Bauhandwerk, grüne Berufe, Küche und Automechanik.

Gegen das Projekt gab es anfangs heftigen Widerstand – bis hin zu persönlichen Angriffen. Denn mehrere Anwohner standen diesem Klientel sehr skeptisch gegenüber. Vor allem dem Moderationsgeschick von Bürgermeister Andreas Förster ist es zu verdanken, dass die Pläne nun in der Praxis umgesetzt werden können. „Wir haben uns im Dialog um die notwenige Transparenz bemüht und Fachleute mit einbezogen“, so der Gemeindechef.

Jeder Euro für diese Hilfe von Integration sei richtig investiert, weil diese jungen Menschen noch einen Großteil ihres Lebens vor sich haben und sonst dem „Staat nur auf der Tasche liegen würden“, hieß es bei der Grundsteinlegung der stationären Einrichtung. Der „come back e.V.“ Zittau hat sich 1990 als Initiative der evangelisch-methodistischen Kirche gegründet und betreibt zahlreiche Angebote für suchtkranke Menschen in der Region. Hierzu zählen eine sozialtherapeutische Wohnstätte mit 61 Plätzen und 29 Plätzen in Außenwohngruppen, eine Suchtberatungs- und Behandlungsstelle sowie weitere Angebote zur Tagesstruktur und Beschäftigung.

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Steffen Linke / 06.06.2017

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