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Winter hinterlässt ein teures Erbe

Winter hinterlässt ein teures Erbe

Arme Stoßdämpfer: Wie auf der Großdubrauer Straße in Kleinwelka hat Frost an vielen Asphaltbändern im Kreis genagt. Foto: RK

Bautzen. Die Rathausmannschaft hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Bis Karfreitag sollten alle Schäden auf den vom letzten Winter gezeichneten Straßen im Stadtgebiet beseitigt sein. 80 Asphaltpisten wurden im Vorfeld in einer Liste zusammengetragen. „Um alle Schlaglöcher schließen zu können, benötigen wir etwa 30 Tonnen Asphalt. Wir gehen von einer Summe von 15.000 Euro aus“, rechnete die Abteilungsleiterin Tiefbau Andrea Hentzschel aus. Die vorhandenen Straßenschäden wurden zunächst gesäubert. Danach kam ein Haftgrund auf den defekten Belag. Schlussendlich ließ sich das Loch mit heißem Asphalt kitten.
Warum so zahlreiche Fahrbahnen in Mitleidenschaft gezogen wurden, dafür hat die Expertin eine einfache Erklärung: „Eine Vielzahl der erfassten Straßen ist frostempfindlich und verfügt über eine zu geringe Asphaltbefestigung.“


Auf den vom Kreis zu unterhaltenden Staats- und Bundesstraßen beginnen dagegen erst noch die notwendigen Sanierungs- und Ausbesserungsarbeiten. Dafür hat das Landratsamt Behördensprecher Gernot Schweitzer zufolge eine Gesamtsumme von rund 5,8 Millionen Euro zugewiesen bekommen. Das seien etwa 340.000 Euro weniger als im Vorjahr. Für die Unterhaltung der Kreisstraßen stehen im Etat 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Erfassung der Schäden ist abgeschlossen. Nun laufen Abstimmungen im Haus und mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, an welchen Punkten entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden können.“
Kurzum: Der vergangene Winter hat ein vergleichsweise teures Erbe hinterlassen – und zwar überall dort, wo die Fahrbahn schon rissig und verschlissen war. An diesen Stellen kann Wasser in den Belag eindringen, das sich bei Frost ausdehnt und damit die Fahrbahndecke sprengt. Wie sich mancherorts zeigt, ist noch kein Ende der Fahnenstange erreicht. In dieser Woche mussten einige Regionen der Lausitz noch einmal mit Nachtfrösten vorliebnehmen.


Doch wie so oft lässt sich auch eine gute Nachricht vermelden: Die Straßenmeisterei Weißenberg verzeichnet für ihren Autobahnabschnitt keine nennenswerten Schäden. Pendler können also darauf hoffen, dass es auf der A 4 zwischen der Kreisgrenze im Osten und Burkau weniger Baustellen gibt als in den Jahren zuvor.    

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RKaiser / 22.04.2017

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