54 neue von 116.000 Stolpersteinen

Kurz bevor die beiden Stolpersteine in der Dr.-Kahlbaum-Allee 31 in das Pflaster eingelassen wurden. Foto: Matthias Wehnert
Görlitz. Im Rahmen der Jüdischen Gedenkwoche Görlitz wurden am 25. Juni weitere Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt.
Vor dem Augustum-Annen-Gymnasium am Klosterplatz erinnerte ein Stolperstein jetzt an Fritz Ephraim Mansbacher. Am ehemaligen Wohnhaus der Familie Alexander-Katz in der Dr.-Kahlbaum-Allee 31 wurden zwei Stolpersteine gesetzt. An der Zeremonie nahmen mehrere Nachkommen der Familie teil, darunter die mexikanische Schauspielerin Suzanne Alexander-Katz Kauffmann (Susana Alexander).
Am früheren Wohnhaus der Familie Kafka am Mühlweg 4 wurden weitere Stolpersteine verlegt. Diese wurden von Dr. Cordula Adams (Paul und Johanna) und Eva Kafka (Lauren Leiderman) adoptiert und gesponsert. Ein Nachkomme der Kafka Familie war anwesend.
Während der Gedenkwoche werden in Görlitz 54 Stolpersteine verlegt. Die 10 × 10 Zentimeter großen Messingtafeln des Künstlers Gunter Demnig tragen die Inschrift „Hier wohnte“ sowie Name, Geburtsdatum und die bekannten Daten von Vertreibung, Deportation und Ermordung. Sie werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Verfolgten in das Pflaster eingelassen.
In Deutschland gibt es mittlerweile bis 90.000 Stolpersteine, in Polen nur bis 130. Die Projektseite Demnig nennt europaweit 116.000 Stolpersteine.