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Autoklauserie im Allende-Viertel?

Autoklauserie im Allende-Viertel?

Im Allende-Viertel hatten zuletzt Autodiebe an der Friedrich-Wolf-Straße lange Finger gemacht. Foto: RK

Bautzen. Fahrzeughalter im Allende-Viertel sollten in diesen Tagen auf ihre rollenden Untersätze besonders Acht geben. Schon seit Monaten komme es immer wieder zu Autodiebstählen in dem Wohngebiet, so ein Leser des Oberlausitzer Kuriers. Er hatte darauf aufmerksam gemacht, nachdem bereits im Oktober sein Firmentransporter in unbekannte Richtung verschwand. Trotzdem wollen die Fahnder bislang nicht von einer Diebstahlserie sprechen. „Im Zeitraum 1. Januar bis 5. Dezember 2018, also binnen mehr als elf Monaten, wurden der Polizei im Wohngebiet Allende-Viertel in Bautzen insgesamt fünf vollendete Fahrzeugdiebstähle gemeldet. Eine Diebstahlserie ist uns nicht bekannt“, teilte der Sprecher der Polizeidirektion Görlitz, Thomas Knaup, auf Anfrage mit. „Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den Taten bestand, wird sich erst am Abschluss der Ermittlungen zeigen.“ Dabei fiel in die Statistik noch nicht der etwa 12.000 Euro teure Renault mit hinein, mit dem sich Autodiebe in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember aus dem Staub machten. Den vier Jahre alten Wagen hatte dessen Besitzer an der Friedrich-Wolf-Straße abgestellt.

Schon wenige Tage zuvor war in dem Straßenzug ein grauer und 14 Jahre alter Seat abhanden gekommen. Jedoch ließ sich diese Tat recht schnell aufklären. In dem Fall ermittelt die Polizei eigenen Angaben zufolge gegen einen 47-Jährigen wegen Unterschlagung beziehungsweise der unbefugten Benutzung eines Kraftfahrzeuges. Der Mann hatte, wie aus der damals veröffentlichten Medieninformation hervorgeht, einen 28-jährigen Bekannten besucht. Weiterhin hieß es dazu: „Während dieser Zeit entwendete er vom Gastgeber unbemerkt 80 Euro Bargeld und ein Schlüsselbund. Weiterhin stahl er den Fahrzeugschlüssel und kurz darauf den dazu gehörigen Pkw Seat Leon des Geschädigten. Der Wert des Diebesgutes beläuft sich auf circa 3.600 Euro.“


Welcher Gesamtschaden infolge der im zurückliegenden Jahr im Allende-Viertel ereigneten Fahrzeugdiebstähle entstand, dazu konnten die Fahnder keine konkreten Angaben machen. „Dazu liegen nur wenig belastbare Schätzwerte der betroffenen Fahrzeughalter vor“, erklärte Thomas Knaup. Gleichzeitig versicherte er, dass die Polizei das Wohngebiet zu den Tages- und Nachtstunden weiterhin lage- und auftragsangepasst bestreifen werde. Darüber hinaus ergreife sie im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Kfz-Kriminalität zahlreiche Maßnahmen. So würden unter anderem Streifenbeamte regelmäßig über kriminalpolizeiliche Erkenntnisse informiert und sensibilisiert. Hinzu kämen die kriminaltechnische Spurensicherung an Tatorten sowie an angegriffenen Fahrzeugen, die nicht entwendet beziehungsweise wieder aufgefunden wurden.

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Am Ende bleibt eine Frage: Wenn es keine Diebstahlsserie im Bautzener Osten gibt, was steckt dann hinter dem vermehrten Autoklau? Noch einmal Polizeisprecher Thomas Knaup: „Klar ist, dass Autodiebe gern an Orten nach Beute suchen, an denen sie entweder gezielt Fahrzeuge stehlen können, nach denen sie Ausschau halten, oder eine entsprechende Auswahl an ‚interessanten’ Fahrzeugen besteht – beispielsweise in Wohngebieten, in denen viele Autos an der Straße parken. Es kommt auch immer ein Stück weit auf die Initiative eines jeden einzelnen an, sein Hab und Gut vor fremdem Zugriff zu sichern.“

Roland Kaiser / 07.01.2019

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