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BWB investiert in das Allende-Hochhaus

BWB investiert in das Allende-Hochhaus

So soll das Hochhaus im Bautzener Allende-Viertel nach der Sanierung aussehen. Visualisierung: IGC Ingenieurgemeinschaft Cossebaude GmbH

Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) plant, im Frühjahr 2027 das Hochhaus in der Dr.-Salvador-Allende-Straße 78 umfassend zu modernisieren. Das Projekt, das rund 25 Millionen Euro kostet, soll das Gebäude energetisch, technisch und funktional erneuern und es zu einem neuen Mittelpunkt des Quartiers machen. Der Bauantrag wurde bereits eingereicht. 

Die BWB hat für das Vorhaben 11 Millionen Euro aus dem Programm „Preiswerter Mietwohnungsbau“ des Freistaates Sachsen erhalten. Zusätzlich hat die Stadt Bautzen weitere Fördermittel aus der Städtebauförderung beantragt. Die Entscheidung darüber wird in Kürze erwartet. 

BWB-Geschäftsführerin Kirsten Schönherr betont: „Mit diesem Projekt sanieren wir nicht nur ein Gebäude. Wir schaffen einen Ort, der Wohnen, Begegnung, Gesundheit und Nachbarschaft miteinander verbindet. “ 

Das 1975 errichtete Hochhaus mit rund 150 Wohnungen wird auf den Effizienzhausstandard 85 modernisiert. Die Gebäudehülle erhält eine umfassende Wärmedämmung, neue Dreifachverglasungen und eine moderne technische Ausstattung. Zudem investiert die BWB in Brandschutz, Elektroinstallation und Aufzugstechnik. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Barrierefreiheit. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wohnungen nahezu vollständig barrierefrei sein. Neue Aufzüge, schwellenlose Zugänge und moderne Wintergärten sollen die Wohnqualität verbessern. Die bisherigen Ein-Raum-Wohnungen werden zu 1,5-Raum-Wohnungen umgebaut. Diese Wohnungen mit rund 35 m² werden für etwa 390 Euro warm zu mieten sein. Zudem entstehen familiengerechte Vier-Raum-Wohnungen. 

Die BWB reagiert damit auf den demografischen Wandel und schafft bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen, Alleinstehende und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Modernisierung ist die Wiederbelebung der Gemeinschaftsbereiche in den oberen Etagen. Im 8. Obergeschoss entstehen ein moderner Gymnastikraum und ein Quartierstreffpunkt. Auch das Büro eines Stadtteilmanagers soll dort Platz finden, sofern die Stadt Bautzen Städtebaufördermittel erhält. Die BWB plant, die Trägerschaft für das künftige Stadtteilmanagement zu übernehmen. 

Im Dachgeschoss wird das traditionsreiche Hochhauscafé in kleinerer Form mit Dachterrasse wiedereröffnet. Alle Gemeinschaftsbereiche werden barrierefrei erreichbar sein. 

Neben der energetischen Erneuerung entstehen neue Grünflächen, 60 Stellplätze im Hof, zusätzliche Fahrradabstellplätze und eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Fassadenbegrünungen und eine moderne Energieversorgung sollen zum Klimaschutz beitragen. 

Das Hochhaus bleibt das höchste Gebäude des Allende-Viertels und wird zu einem Symbol für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Stadtquartiers. 

Besichtigungen des ehemaligen Hochhauscafés sind voraussichtlich am 21. August 2026 im jetzigen Zustand möglich.

Redaktion / PM / 21.07.2026

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