Oberlausitz-Kliniken eröffnen Pflegeschule

Die Zuckertüten zeigen es an: Für diese jungen Menschen beginnt nun mit der Ausbildung an der Pflege-Fachschule ein neuer Lebensabschnitt.
In unserer alternden Gesellschaft ist eine funktionierende Pflege wichtiger als je zuvor. Die Oberlausitz-Kliniken geben auf diese Herausforderung eine kraftvolle Antwort.
Bautzen. Für 50 junge Menschen hat am vergangenen Dienstag an der neu gegründeten Oberlausitzer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe (OLBG) ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Sie traten hier – am Standort Schafbergstraße 4 – ihre dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann an. Träger der Schule ist die Oberlausitz-Kliniken gGmbH (OLK), die Krankenhäuser in Bautzen und Bischofswerda betreibt. Doch auch in der Pflege ist die Unternehmensgruppe über ihre Tochterfirmen OLPK und WLPK aktiv. Geschäftsführer Jörg Scharfenberg beschreibt die Motivation für die Gründung der Schule wie folgt: „Wir möchten jungen Menschen zeigen, dass sie für eine hochwertige Ausbildung nicht zwingend ihre Heimat verlassen müssen. In der Oberlausitz gibt es einen sehr hohen Bedarf an Pflegefachkräften und damit sehr gute Beschäftigungsmöglichkeiten.“ Bislang fand die theoretische Ausbildung in Dresden statt, was als erhebliche Belastung wahrgenommen wurde.
Geleitet wird die Schule von einem erfahrenen Fachmann auf dem Gebiet der Pflege und der diesbezüglichen Ausbildung: Enrico Knobloch-Klose hat selbst einen Pflegeberuf erlernt und diesen ausgeübt. Später absolvierte er ein Studium der Medizinpädagogik und legte das zweite Staatsexamen ab. „Ich habe an anderer Stelle schon ein paar Jahre Erfahrung als Schulleiter sammeln können“, berichtet er. „Der besondere Reiz hier besteht darin, von vorne anzufangen und etwas Neues aufzubauen. Das ist eine Riesenchance und eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“
Bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Dienstag war unter anderem der sächsische Kultusminister Konrad Clemens (CDU) anwesend.
Er legte in seinem Grußwort ein klares Bekenntnis zur dezentralen Berufsausbildung ab, für die auch die neue OLBG steht. Deren Vorteile stellt auch Enrico Knobloch-Klose heraus: „Es ist ein ganz wichtiger Sachverhalt, dass die Jugendlichen zu Hause alle Ausbildungsanteile absolvieren können. Wir haben kurze Wege zu unseren Praxispartnern, sodass wir uns sehr eng abstimmen können.“
Für die neue Berufsfachschule wurde das Gebäude durch seinen Eigentümer entsprechend ihren Bedürfnissen und Anforderungen umfassend hergerichtet. Entstanden ist eine moderne Lernumgebung mit vier großen Klassenzimmern sowie weiteren Räumen für die berufspraktischen Ausbildungsanteile. Eine moderne digitale Infrastruktur unterstützt sowohl die Lehrenden als auch die Auszubildenden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Cafeteria mit Speisenversorgung. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen: „Diese Schule ist ein Versprechen an die Region, dass auch in Zukunft moderne Pflege zur Verfügung steht und vor allem die Menschen, die sie gewährleisten“, so Jörg Scharfenberg. Die Oberlausitz-Kliniken investieren eine mittlere sechsstellige Summe ausschließlich aus Eigenmitteln in die Einrichtung und Ausstattung der Schule. Fördermittel standen nicht zur Verfügung.
