Das Unbekannte im Vertrauten finden

Der Künstler Stephan Popella vor einem seiner Werke, die derzeit im Museum der Westlausitz in Kamenz präsentiert werden. Foto: Martin Hocher
Kamenz. Vor rund 15 Jahren hatten Mitarbeiter der Städtischen Sammlungen die Idee für die Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen. Am 9. Mai ging deren 14. Ausgabe über die Bühne. „Das Unverhoffte und Unbekannte im Vertrauten zu finden, darin liegt der Reiz der Veranstaltung“, kündigte Oberbürgermeister Michael Preuß an. So öffneten neben bekannteren Orten wie dem Museum der Westlausitz oder der Klosterkirche mit Sakralmuseum St. Annen auch solche ihre Pforten, die sonst weniger zugänglich sind, wie das Tankstellenmuseum und die Katechismuskirche. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Ausstellung Stephan Popellas im Museum der Westlausitz. Rund 50 Werke des 1980 in Bautzen geborenen Künstlers werden nun für einen ungewöhnlich langen Zeitraum hier zu sehen sein: bis zum 20. September. Unter dem Titel „Ende – Neu. Bilder einer „heilen“ Welt“ werfen die Werke, die Popella in gestochen feiner Maltechnik schuf, oft die Frage auf: „Was stimmt hier nicht?“ Popellas Markenzeichen ist die gelbe Netto-Tüte, die in vielen seiner Kompositionen auftaucht. „Ich habe diese Tüte einst bei einer Wanderung durch einen Wald bei Senftenberg entdeckt und fand, dass sie das derzeitige Deutschland gut symbolisiert. Daher gebe ich ihr jetzt regelmäßig einen Platz in meinen Bildern.“