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Denkmaltag in Bautzen: Da geht die Post ab

Denkmaltag in Bautzen: Da geht die Post ab

Das Buntglasfenster im Foyer des Bautzener Postamtes zeigt die Entwicklung des Postwesens, zu der auch das Postkutschen-Zeitalter gehörte. Foto: Carmen Schumann

Früher gehörte das Postamt am Bautzener Postplatz allein dem „Gelben Riesen“. Heute ist es zu einem multifunktionalen Dienstleistungszentrum geworden. Was das Haus alles zu bieten hat, soll am Tag des offenen Denkmals vorgestellt werden.

Bautzen. Bahnhof und Postamt sind wichtige Elemente der Infrastruktur einer jeden Stadt. In Bautzen brauchen sich die beiden Institutionen nicht zu verstecken. Jedoch ist die Post längst nicht mehr das, was sie einmal war. Die allermeisten Räume werden nicht mehr von den Postmitarbeitern benötigt. Lediglich die Postbank bietet in den früheren Schalterräumen zusätzlich noch weitere Postdienstleistungen an. Doch zum Glück hat die Entwicklung der letzten Jahre dazu geführt, dass das Haus jetzt multifunktional genutzt wird. Die dabei angebotenen Dienstleistungen sind breit gefächert und reichen von Bildungseinrichtungen über Beratungsleistungen bis hin zum Regionalstudio des Mitteldeutschen Rundfunks. Insgesamt sind hier rund 200 Beschäftigte tätig und alle Räumlichkeiten vermietet. Lediglich die Kantine ist ein Sorgenkind und wartet noch auf einen Pächter. Zur Freude aller Beschäftigten ist vor kurzem der Lastenaufzug in einen Personenlift umgewandelt worden, sodass das Haus barrierefrei zugänglich ist.

Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September lädt die Post mit einem spannenden Programm zur Besichtigung ein. Bei Führungen um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr wird unter anderem auf Denkmaldetails aufmerksam gemacht. Auch im MDR-Studio finden Führungen statt. Die im Haus ansässigen Bildungseinrichtungen stellen ihre Angebote vor. Die ebenfalls in der Post etablierte Tanzschule Mühlmann zeigt eine Tanzperformance. Zu sehen sind verschiedenen Ausstellungen, darunter eine Briefmarkenschau, eine Ausstellung historischer Fernmeldetechnik vom Fernmeldemuseum Dresden, Kunstausstellungen verschiedener Maler, darunter von Hans Kutschke, der in der Post sein Atelier hat. Auch eine Schau zur Geschichte des Hauses kann betrachtet werden.Für die Kinder gibt es Sport- und Spielprogramme. Essen und Trinken findet man auf der Terrasse, die mit einer Blumendekoration aufgewertet worden ist.

Direkt gegenüber von der Post befindet sich mit dem Riesen Sprejnik der Startpunkt zum neuen Bautzener Sagenpfad. Erstmals sollen am Tag des Denkmals kleine Nachbildungen der Sagenfiguren verkauft werden. Mit dem gegenüberliegenden Haus der Sorben verbindet das Postamt eine enge Kooperation. Der erste Geschenkeweihnachtsmarkt, der vergangenes Jahr ein großer Erfolg war, soll 2026 wiederholt werden. Mit all diesen Aktionen soll die südliche Innenstadt weiter aufgewertet werden. Ein Highlight sollen die Rundfahrten mit eine historischen Postkutsche werden, die vom 1. Sächsischen Postkutschenverein aus Grillenburg zur Verfügung gestellt wird.
Weitere Angebote zum Tag des offenen Denkmals in Bautzen folgen noch heute auf dieser Seite ab 16.30 Uhr.

Carmen Schumann / 11.09.2026

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