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Die bessere Verbindung macht’s

Die bessere Verbindung macht’s

Nach der Diskussion um seine Zukunft steht nun fest: Der Bautzener Busbahnhof bleibt an Ort und Stelle in Betrieb. Dieser vermittelte zuletzt keinen einladenden Eindruck. Foto: privat

Vor seiner Wahl hatte der heutige Bautzener Oberbürgermeister, Alexander Ahrens, betont, dass der Busbahnhof an den Bahnhof gehöre. Inzwischen ist aus dem Rathaus zu vernehmen, dass es sich dabei um eine Idealvorstellung handelt. Die Überlegungen, wie sich der Nahverkehr in der Spreestadt künftig attraktiver gestalten lässt, gehen beim Zweckverband ZVON, der Kommune und dem Verkehrsunternehmen Regiobus in eine andere Richtung. Baubürgermeisterin Juliane Naumann betont, das beim Thema ÖPNV am Bahnhof im Rahmen der verfügbaren Flächen gedacht werden müsse. Der Oberlausitzer Kurier hat sich mit der Rathausmitarbeiterin dazu ausgetauscht.

Inwieweit ist ein derartiger Umzug überhaupt denk- und realisierbar?

Juliane Naumann: Ein Umzug vom jetzigen Standort wird nicht verfolgt. Der Busbahnhof liegt sehr zentral in der Innenstadt, worin eine Stärke in sich liegt. Das Problem ist die ungenügende Anbindung an den Bahnhof. Es soll also eine verbesserte Anbindung an diesen im Sinne von abgestimmten Bus- auf Bahnzeiten geben. Außerdem sollen der Bahnhof und der Busbahnhof über das Busliniennetz so eng verbunden werden, dass die räumliche Entfernung zwischen den beiden Orten für den von Bahn auf Bus umsteigenden Fahrgast kein Problem mehr ist. Es geht also um die Ausgestaltung einer räumlichen aber auch netzrelevanten Schnittstelle.

Wie wird sich die Verkehrssituation rund um den Bahnhof künftig verhalten?

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Juliane Naumann: Es gibt noch keine abschließende Variante, aus welcher sich hierzu eine Aussage ableiten ließe.

Welche Investitionen sind damit verbunden und wer wird diese tragen?

Juliane Naumann: Dazu lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nichts sagen. Die Beschilderung soll nach Aussage des ZVON verbessert werden. Die Übersichtlichkeit, welche Linie an welcher Haltestelle in Bahnhofsnähe fährt, und die Lage des Busbahnhofs sollen deutlicher für den Fahrgast erkennbar sein.

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Wann ist mit einer möglichen Umsetzung der Punkte zu rechnen?

Juliane Naumann: Im Moment reden wir von einem Konzeptpapier. Darauf würden Entwurfsplanungen folgen. Die Umsetzung selbst ist eine Frage der Finanzierung und des Umfangs der geplanten Arbeiten.

Welche Auswirkungen wird das auf den Rathenauplatz und dessen mögliche Umgestaltung haben?

Juliane Naumann: Das ist in Gänze abzuwägen. Auf dem Platz stehen Großgehölze, die zu bewerten wären. Auch die Größe des Areals ist zu prüfen, damit sich Aussagen zu den gestellten Anforderungen an den Verkehrsraum ableiten lassen. Dazu zählen Schleppkurven und die Haltestellen an sich.

Inwieweit werden sich rund um den Bautzener Bahnhof künftig die Verkehrsanbindungen ändern und welche Vorteile ergeben sich laut dem Konzeptpapier daraus für die Pendler und Reisenden?

Juliane Naumann: Im Straßenverkehrsnetz ist die Jordanstraße eine bedeutende Verkehrsader in der Stadt. Überlegungen zu jedweder Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes müssen hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das bestehende Verkehrsnetz abgeklopft werden. Hierzu haben wir noch keine abschließende Aussage. Das Konzept für die Linienführung wird im Rahmen einer noch im Arbeitsprozess befindlichen Verkehrsstudie gemeinsam durch den Landkreis Bautzen, die Stadt Bautzen und den ZVON erarbeitet. Der Landkreis Bautzen ist Aufgabenträger für den Busverkehr in der Region. Er hat das Ziel, das neue Konzept mit in die aktuell anstehende Vergabe des Busnetzes für 2022 zu integrieren.

Wie wird künftig in dem Zusammenhang mit dem Busbahnhof am August-Bebel-Platz verfahren?

Juliane Naumann: Mehr Buslinien sollen über den Bahnhof rollen, und jede von ihnen wird am Bebel-Platz halten. Die Taktzeiten werden aufeinander abgestimmt. Es ist vorgesehen, den Bebel-Platz damit zu einem sogenannten Rendezvous-Haltepunkt zu entwickeln.

Redaktion / 25.02.2019

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