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Die neue Großröhrsdorfer Kirche nimmt Gestalt an

Die neue Großröhrsdorfer Kirche nimmt Gestalt an

So sieht der Siegerentwurf für den Kirchenneubau in Großröhrsdorf aus – erarbeitet von einem Dresdner Architekturbüro. Foto: ScS/LW

Großröhrsdorf. Die Nacht vom 3. auf den 4. August 2023 hat sich unauslöschlich im kollektiven Gedächtnis von Großröhrsdorf eingebrannt, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in dieser Nacht brannte die Stadtkirche nieder. Seitdem sind zweieinhalb Jahre vergangen, in denen das Entsetzen über die unfassbare Tat der Trauer und diese – wenn auch niemals ganz – der Hoffnung gewichen ist. Der Hoffnung, dass das Gotteshaus in alter und neuer Schönheit wieder erstrahlen möge. Diese Zeit hat es gebraucht, damit die Großröhrsdorfer und ihre Kirchgemeinde einen Plan fassen konnten, wie das große Aufbauwerk vonstatten gehen könne. Nun ist auf diesem Weg ein weiterer großer Schritt getan: Vor wenigen Tagen wurden erstmals die Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs der Öffentlichkeit vorgestellt. „Über 300 Besucher kamen zum mittlerweile siebten Gemeindeabend in die bis auf den letzten Platz gefüllte Festhalle“, berichtet Josua Littig von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Großröhrsdorf.

Gewonnen hat den Wettbewerb das Büro code unique Architekten aus Dresden. Warum, das erklärt Josua Littig wie folgt: „Der Siegerentwurf für die neue Stadtkirche knüpft behutsam an die Brandruine des alten Gebäudes an und behält die wunderbare Silhouette bei. Der Turm wird, wie vielfach gewünscht, als markantes und weithin sichtbares Wahrzeichen wieder aufgebaut. Der Innenraum dagegen wird neu aufgeteilt und gestaltet. Er soll bis zu 300 Menschen Platz bieten und gleichzeitig an kleinere Raumanforderungen flexibel angepasst werden können.“ Genau so also, wie es das Anforderungsprofil vorsah. Ein eigener Bereich für Kinder, ein Kirchencafé und ein Begegnungsgarten ergänzen das Konzept. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Jens Großmann, erklärt: „Der ausgewählte Entwurf hat uns besonders überzeugt, weil er die Geschichte und Architektur unsere alten Stadtkirche aufnimmt und im Inneren mit modernen Elementen den Anforderungen unserer Zeit entspricht. Wir sehen darin eine große Chance für einen neuen und starken Mittelpunkt unseres Gemeindelebens und unseres Glaubens. Damit bauen wir eine Kirche für die Menschen im 21. Jahrhundert.“ 25 Büros wollten an dem Wettbewerb teilnehmen, von denen 15 – aus ganz Deutschland – die Einladung erhielten. Letztlich wurden 14 Modelle eingereicht, unter denen die Jury den Sieger zu bestimmen hatte. 

„Mit dem erstplatzierten Büro werden zeitnah Vertragsverhandlungen über die weitere Planung geführt. Darauf folgen Entwurfs- und Genehmigungsplanungen. Nach Erteilung der Baugenehmigung können dann Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen beginnen, so dass der Bau bestenfalls Ende 2027/Anfang 2028 starten könnte“, beschreibt Josua Littig den weiteren Werdegang. Über 550.000 Euro wurden nach seinen Angaben bereits für den Neubau der Stadtkirche gespendet. Doch die Bedeutung des Bauprojektes reicht weit über sein eigentliches Ziel hinaus: „ Wir erleben gerade, wie etwas in unserer Gemeinde wächst – sichtbar zum Beispiel im Zusammenhalt und im Engagement. Viele Menschen bringen sich mit Ideen, Zeit und Unterstützung ein. Das macht Mut für den weiteren Weg und zeigt, dass wir nicht nur ein Gebäude, sondern auch Gemeinde bauen“, so Kirchenvorstand Jens Großmann.

PM/UM / 29.03.2026

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