Die Volksbank zog Bilanz

Die Volksbank Löbau-Zittau eG erzielte im Geschäftsjahr 2025 in einem äußerst anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erneut ein sehr gutes Ergebnis. Foto: Veranstalter
Löbau/Zittau. Die Volksbank Löbau-Zittau hat ihre Vertretersammlung abgehalten. Die Bilanzsumme umfasst alle Geschäfte, die die Volksbank im eigenen Namen und auf eigenes Risiko getätigt hat. Trotz des schwierigen volkswirtschaftlichen Umfelds konnte ein Wachstum um 43 Millionen Euro oder plus 5,3 Prozent auf nunmehr 851 Millionen Euro erreicht werden. Diese Wachstumsrate liegt deutlich höher als der Durchschnitt aller Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland mit 2,7 Prozent, hieß es.
Einen weiteren Anstieg gab es bei den privaten Immobilienfinanzierungen. Auch die Nachfrage nach Modernisierungen und energetischen Sanierungen war 2025 weiterhin lebhaft.
Bei den Unternehmenskrediten erlebte die Volksbank eine Seitwärtsbewegung. Hier macht sich die schleppende Konjunkturerholung bemerkbar. Insgesamt, also Privat- und Firmenkunden zusammengenommen, wuchs die Kreditvergabe um 10,2 Prozent auf 409 Millionen Euro. Auch hier lag die Steigerungsrate deutlich über dem Durchschnitt aller Volksbanken Raiffeisenbanken.
Um Kredite zu vergeben, werden Einlagen benötigt, um diese zu refinanzieren. Die Einlagen wuchsen zum Vorjahr um 5,1 Prozent an. Das Vertrauen der Kunden in die Stabilität und Zuverlässigkeit machte das möglich. Kunden sichern sich damit gegen Inflation ab und bauen Vermögen auf, das wiederum stärkt auch die Ertragsbasis der Volksbank nachhaltig.
Unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung und -bildung. Das bilanzielle Eigenkapital wuchs im Jahr 2025 um 9,6 Millionen Euro auf 97,7 Millionen. Mit dieser Eigenkapitalausstattung können auch in Zukunft die Kreditwünsche der Privat- und Firmenkunden und die verschärften Eigenkapitalanforderungen aus der neuen europäischen Richtlinie, genannt CRR3, erfüllt werden.
„Wir legen großen Wert darauf, unser Eigenkapital so stark wie möglich zu halten, um Spielraum für weitere Kreditvergaben zu schaffen. Gleichzeitig ist es aber unsere Überzeugung, dass Sie als unsere Genossenschaftsmitglieder eine Dividende erwarten dürfen“, so Vorstand Horst Habrik. Durch die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von drei Prozent profitieren die Mitglieder von der guten Entwicklung ihrer Bank.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung selbst beträgt 10 Millionen Euro und lag über dem Niveau des Vorjahres. Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich damit auf knapp 90 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine solide Eigenkapitalquote von 10,6 Prozent. Erbracht wurde dieser Erfolg von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksbank. Der Vorstand und Aufsichtsrat wurden ohne Gegenstimmen entlastet. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blickt die Volksbank insgesamt positiv in die Zukunft. Der genossenschaftliche Förderauftrag wird auch weiterhin im Vordergrund stehen – insbesondere in der Finanzierung der Wirtschaft hier vor Ort über alle Konjunkturphasen hinweg, aber natürlich auch in der Bereitstellung vieler anderer Bankdienstleistungen. Die Vertreter der Volksbank werden satzungsgemäß für eine vierjährige Amtszeit gewählt. Diese endet im Jahr 2026. Die Neuwahl der Vertreter ist am 13. November 2026 an den Bankstandorten Neugersdorf, Löbau und Zittau vorgesehen. Der Aufsichtsrat und der Vorstand dankten den Vertretern. Ohne dieses Ehrenamt würde das genossenschaftliche Prinzip und die Genossenschaft nicht funktionieren.