Die Stadt Löbau setzt ein Zeichen für den Frieden

Löbau setzte erneut ein Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt mit der internationalen Flagge der Mayors of Peace (Bürgermeister für den Frieden), eine der größten kommunalen Friedensbewegungen weltweit. Foto: Stadt Löbau
Löbau. Jedes Jahr am 8. Juli setzen sich die teilnehmenden Städte und Gemeinden dafür ein, die Existenz von Atomwaffen zu verhindern sowie Frieden und kommunale Sicherheit zu fördern. Vor fast 20 Jahren sprach sich der Löbauer Stadtrat dafür aus, Bündnismitglied der internationalen Initiative Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) zu werden. Auch in diesem Jahr wehte am Löbauer Rathaus wieder die Flagge mit dem Motiv einer stilisierten weißen Taube auf grünem Hintergrund und der Aufschrift Peace, um ein Zeichen für eine friedliche, atomwaffenfreie Zukunft zu setzen.
Oberbürgermeister Albrecht Gubsch steht auch 18 Jahre nach dem Beschluss der Stadträte hinter diesem Engagement: „Unsere Heimat soll ein friedliches Umfeld für unsere Bürger und Bürgerinnen sein. Der friedliche Gedanke soll unter allen Menschen verinnerlicht werden. Es ist wichtig, dass gerade junge Menschen mit einer friedlichen Haltung und in einer friedlichen Umgebung aufwachsen.“ Mit dem Ukrainekrieg sei die atomare Gefahr wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Dem Netzwerk Mayors for Peace gehören aktuell über 800 deutsche Städte und Gemeinden an, womit es die größte kommunale Friedensbewegung des Landes darstellt. Im Landkreis Görlitz zählen neben Löbau auch Zittau, Görlitz und Niesky zu den Mitgliedern.
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom damaligen Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet, um daran zu erinnern, dass sich die Ereignisse von 1945 in seiner Stadt niemals auf der Welt wiederholen dürfen. Weltweit zählt das Friedensnetzwerk mehr als 8.200 kommunale Mitglieder und führt zahlreiche Aktionen und Projekte im Sinne der Friedensbewegung durch.