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Ehemaliges Kurhaus soll eine Perle werden

Ehemaliges Kurhaus soll eine Perle werden

In das ehemalige Kurhaus in Lückendorf soll in der Perspektive wieder Leben einziehen. Foto: Steffen Linke

Das ehemalige Kurhaus Lückendorf in der Kammstraße 5 im Luftkurort Lückendorf könnte nach vielen Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Peter Würgatsch (60 Jahre) und Dirk Lehmann (46), Berliner Unternehmer in der Immobilienwirtschaft, schmieden dazu im Verbund mit der Gemeinde Oybin entsprechende Pläne.

Lückendorf. Die beiden projektieren und finanzieren gemeinsam bezahlbare und für die Bewohner lebenswerte Seniorenwohnanlagen. „Hierbei konzentrieren wir uns auf die ländlichen Regionen. Hinter uns steht ,kein großer Konzern’. Vielmehr planen, finanzieren und bauen wir die Wohnanlagen selbst“, erklärt Peter Würgatsch. Der gebürtiger Bautzener hat seinen zweiten Wohnsitz in der Gemeinde Obergurig und ist daher eng mit seiner Heimat verbunden.

Peter Würgatsch hat das ehemalige Kurhaus bei einem Wochenendausflug ins Zittauer Gebirge entdeckt: „Die Lage hat mir gefallen. Ich habe daraufhin mit meinem Geschäftspartner darüber gesprochen. Wir haben es gemeinsam besichtigt, uns in die Augen gesehen und den Entschluss gefasst, diese ehemalige Perle im Zittauer Gebirge wieder zu einer Perle werden zu lassen.“
Tobias Steiner hatte Peter Würgatsch auf das alte Kurhaus aufmerksam gemacht. Der Bürgermeister von Oybin sieht in seiner Heimat viel Entwicklungspotenzial und wird das alte Kurhaus wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Für ihn ist es wichtig, in der Region durch markante Akzente wirtschaftliche Impulse zu setzen. Das geht seiner Auffassung nach am besten durch attraktive und in die Region gehörende Objekte – dazu zählt auch diese Immobilie.

Das ehemalige Kurhaus war bis zur Wende eine der besten Gaststätten im Zittauer Gebirges. Als mit den politischen Veränderungen alle in die große weite Welt hinaus wollten, ging das Interesse daran verloren. Nun steht es seit vielen Jahren leer. „Wir wissen, dass es einen Bedarf an altersgerechten Wohnmöglichkeiten gibt, einen Bedarf an nicht alltäglichen Beherbergungsmöglichkeiten und nach regionaler, grenzüberschreitender Gastronomie. Diese Gedanken wollen wir dort umsetzen“, sagt Peter Würgatsch. Dafür ist ganz sicher ein großer Aufwand notwendig. Denn das ehemalige Kurhaus in Lückendorf befindet sich in einem sehr baufälligen Zustand. Das Dach ist teilweise durchgebrochen. Viele Stellen sind feucht und nass. Im Juni soll damit begonnen werden, die Immobilie zu entkernen und das Dach abzudichten. Parallel dazu soll der Bauantrag gefertigt und eingereicht werden.

„Wir rechnen damit, dass dort circa drei Millionen Euro notwendig sein werden, um das Objekt denkmalgerecht zu sanieren“, so Peter Würgatsch. Das ehemalige Kurhaus soll sich in der Perspektive möglichst im alten Glanz präsentieren.

„Wir sprechen hier über ein Denkmalschutzobjekt und werden versuchen, so viel Altes zu erhalten wie möglich. Die Beherbergungszimmer sollen eine Mischung aus hochwertiger Moderne und regionalen Aspekten zusammenführen“, betont er. Die Menschen, die dort einkehren, wohnen oder ihren Urlaub verbringen, sollen sich wohlfühlen und gern wiederkommen.

Übrigens: Peter Würgatsch und Dirk Lehmann suchen in diesem Zuge Zeitzeugen, alte Fotos und historische Dokumente über das ehemalige Kurhaus Lückendorf. Kontakt per E-Mail peter.wuergatsch@creativ-consult. eu oder Kurhaus Lückendorf GmbH & Co. KG, 12529 Schönefeld, Mittelstraße 7.

Steffen Linke / 27.05.2020

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