Erste Ermittlungsergebnisse nach Pfeffersprayattacke in Bautzen

Bautzen. Die Polizei hat erste Erkenntnisse zu einer tätlichen Auseinandersetzung unter Jugendlichen im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen bekanntgegeben.
Dabei waren am Donnerstagnachmittag vor einem Schulgelände etwa zehn junge Leute aus der Stadt mit ebenso vielen mit einem so genannten Migrationshintergrund aneinandergeraten. Während des Streits habe ein 15-jähriger Syrer Pfefferspray versprüht, hieß es seitens der Ermittler.
„Infolgedessen kam es zwischen den beiden Gruppen auch zu körperlichen Auseinandersetzungen“, sagte ein Sprecher. Nachdem Zeugen die Polizei und den Rettungsdienst verständigten, hatte ein Großteil der Beteiligten bereits die Flucht angetreten. Sechs Personen, darunter zwei Syrer im Alter von 15 und 17 Jahren sowie vier gleichaltrige Deutsche, wurden wegen Augenreizungen ambulant im Klinikum behandelt.
Fest steht inzwischen, dass schon am Mittag während der Hofpause einige der Streithähne aneinandergeraten waren. Anschließend verabredeten sich beide Seiten dazu, den Zwist nach dem Unterricht auszutragen. Dazu sollen sie per Handy mehrere Bekannte zur Unterstützung angefordert haben.
Der Staatsschutz ermittelt weiter. Nach wie vor werden Zeugen gebeten, sich bei der Polizei zu melden.