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Es wird wieder enger auf der A 4

Es wird wieder enger auf der A 4

Bagger graben sich durchs Erdreich: Auf einer Fläche am Ortsrand von Dreistern soll ein Lkw-Parkplatz entstehen. Foto: RK

Bautzen. Autofahrer auf der Autobahn A 4 brauchen auch in diesem Jahr starke Nerven. Im Bautzener Osten sollen voraussichtlich im Juli Bautrupps anrücken. In Fahrtrichtung Görlitz ist zwischen den Anschlussstellen Bautzen-West und Weißenberg eine Fahrbahnerneuerung geplant, wie das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) jüngst mitteilte. „Die Arbeiten sollen von Mitte Juli bis Anfang Oktober stattfinden, der Verkehr wird geschwindigkeitsbeschränkt auf vier Spuren verlaufen. Es werden Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro erwartet“, sagte Behördensprecherin Isabel Pfeiffer in dem Zusammenhang. 
In der Gegenrichtung müssen Verkehrsteilnehmer ebenfalls mit Bauarbeiten vorlieb nehmen. „Von der Anschlussstelle Bautzen-West bis Salzenforst ist eine Erneuerung der Fahrbahn vorgesehen“, führte die Landesamtsmitarbeiterin weiter aus. Diese Maßnahme soll von Mitte April bis Anfang Juli über die Bühne gehen. „Auch hier ist eine vierspurige Verkehrsführung unter Geschwindigkeitsbeschränkung angedacht. Die zu erwartenden Kosten liegen bei rund drei Millionen Euro.“ Darüber hinaus stehen Arbeiten im Raum Dresden auf dem Plan. Zwischen Hellerau und dem Autobahndreieck Nord seien in beiden Richtungen von Mitte April bis Mitte September Fahrbahnerneuerungen vorgesehen, hieß es. 

Mehr Stellflächen für Lkw

Außerdem sollen auf dem Autobahnabschnitt Ottendorf-Okrilla – Pulsnitz die Schutzplanken eine Verjüngungskur erfahren. Das LASuV fasst dafür die zweite Jahreshälfte ins Auge. Die voraussichtlichen Kosten hierfür liegen bei rund 3,2 Millionen Euro. Planungen laufen demnach auch für einen Ausbau der Rastanlagen „Am Eichelberg“ bei Ottendorf-Okrilla und „Oberlausitz“ bei Salzenforst. Dort sollen jeweils weitere Stellflächen für Lkw entstehen. „Für die Tank- und Rastanlage ‚Oberlausitz’ erwarten wir aktuell die Rückmeldung der Landesdirektion zur Erforderlichkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung“, erklärte LASuV-Sprecher Franz Grossmann. „Danach kann das Baurecht hergestellt werden. Bezüglich der PWC-Anlage ‚Am Eichelberg’ erfolgte die Bekanntmachung zum Entfall der Umweltverträglichkeitsprüfung im Sächsischen Amtsblatt zum 20. Februar. Als nächsten Schritt zum Baurecht werden wir nun die Stellungnahmen der Unteren Naturschutzbehörde und Unteren Wasserbehörde einholen. Sollten diese der bisherigen Planung zustimmen, könnte das Baurecht im Sommer 2020 hergestellt werden.“ 

Doch nicht nur der Freistaat zeigt sich bestrebt, das Dilemma mit den immer öfter vollgestopften Parkplätzen entlang der Autobahn zu beenden. In Bautzen hat sich eine Baufirma zum Ziel gesetzt, an der Staatsstraße S 106 bei Dreistern Abstellmöglichkeiten für Brummifahrer zu schaffen. Unternehmer Roland Zetsch sagte dazu auf Anfrage, dass sich das Vorhaben im beantragten B-Planverfahren befindet. Momentan sei das Ganze jedoch mit Hindernissen verbunden. Mit Bedauern konstatierte er: „Bezogen auf die dringend benötigten Lkw-Stellplätze fehlt seitens der Genehmigungsbehörden aus unserer Sicht die Unterstützung.“ 

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Roland Kaiser / 10.03.2020

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