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Frische Ideen für das Schiebocker Kino

Frische Ideen für das Schiebocker Kino

So sah der große König-Albert-Saal in den späteren Volkslichtspielen zu Glanzzeiten aus. Foto: Repro Kulturort e.V.

Der lange als Kino genutzte König-Albert-Saal wird am Mittwoch, 17. April, ab 18.00 Uhr für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sein. Der KulturOrt e.V. als Eigentümer möchte an diesem Abend über die geplanten inhaltlichen Eckpunkte mit der Bürgerschaft Bischofswerdas ins Gespräch kommen.

Bischofswerda. „Mit dem Erwerb des König-Albert-Saales in Bischofswerda wird der KulturOrt e.V. einen Raum für die Bedarfe der Menschen in Bischofswerda schaffen und damit Bürgerwillen als Ergebnis des 2014 begonnen Beteiligungsprozesses umsetzten – gemeinsam mit der Bürgerschaft Bischofswerdas“, heißt es in einer Erklärung des Vereins. Ziel sei es, für und mit den Bürgern Bischofswerdas kulturelle Angebote in der Region zu etablieren sowie Baukultur zu erhalten.
Weiter führt der Kulturort e.V.über seine Pläne aus: „Das ehemalige Kino auf der Karl-Liebknecht-Straße bietet dafür die besten Voraussetzungen. Das Gebäude wird nach den Bedarfen der Schiebocker flexibel und frei nutzbar konzipiert, so dass sich viele Ideen und Projekte in dem Gebäude verwirklichen lassen. Neben der Nutzung für klassisch Angebote wird der König-Albert-Saal als Mehrspartenhaus einer vielfältigen Nutzung überführt. Das Haus wird durch den KulturOrt e.V. vorrangig nicht kommerziell betrieben, jedoch steht das Haus für kommerzielle Veranstaltungen/Einmietungen offen. Die Besucherkapazität ist auf 480 Prersonen ausgelegt; durch mobile Unterteilungen des Saales werden Mehrfachnutzungen und kleinteilige Formate möglich.

Im Eingangsbereich des Hauses werden Gastronomie und das Ihle-Programmkino vorgehalten. Für den Escaperoom als neue Attraktion in Bischofswerda werden die Kellerräume einer Nutzung zugeführt. Angedacht ist eine enge Kooperation mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen inkl. angebundener Puppenbühne als regelmäßiger Stagonie-Spielort, mit Profi- und Laientheatern aus der Region sowie zu überregionalen Theatergruppen, besonders aus den Partnerregionen der Stadt Bischofswerda. Kabarett- und Varietéangebote werden den Veranstaltungskalender abrunden und für ein vielfältiges künstlerisches Angebot sorgen. Ebenfalls wird der Spielort als Probenmöglichkeit für Laientheater etabliert. Wünschenswert ist ein Ensemble, welches auf der restaurierten Bühne eine künstlerische Heimat findet.

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So sah der große König-Albert-Saal in den späteren Volkslichtspielen zu Glanzzeiten aus. Foto: Repro Kulturort e.V.

In der Region sind Veranstaltungsorte unterschiedlichster kommerzieller Betreiber erfolgreich etabliert worden. Der König-Albert-Saal wird für diese Unternehmungen nicht als Konkurrenz auftreten, da die künstlerische Ausrichtung Nischen besetzen wird. So werden Chorkonzerte von regionalen Laienchören, Solisten aus der Region wie auch überregionale Musicalproduktionen die Kulturlandschaft in und um Bischofswerda bereichern. Besonderes Augenmerk wird in der Konzertplanung auf die Ansprüche von Senioren gelegt. Musikabende, an denen die Bandbreite von Klassik über Jazz zu Chanson gehen kann, runden das künstlerische Portfolio ab.

Aus vergangenen Erhebungen und Befragungen wurde deutlich, dass es in der näheren Umgebung kaum adäquate Möglichkeiten für die Durchführung von (über)regional bedeutsamen Konferenzen gibt.

Durch die überregionale Beachtung des Projektes Bürger.Macht.Ideen. hat die Große Kreisstadt Bischofswerda beste Voraussetzungen, in Bezug auf Innenstadtaktivierung und alternativer Ansiedlungs- und Nutzungskonzepte Vorreiter in Sachsen zu werden. Dies bedarf jedoch einer kreativen und starken Wirtschaftsförderung in Bischofswerda, welche die Themen Leerstandsmanagement, Innenstadt- und Infrastrukturentwicklung kompetent und zielführend voranbringt. Enge Kooperationen mit den Verbänden der Innenstadthändler und dem Wirtschaftsfördervereinen in und um Bischofswerda werden angestrebt. In der Vergangenheit wurden Schuleingangsveranstaltungen, Bälle und Feierlichkeiten zum Karneval im Kulturhaus der Stadt Bischofswerda durchgeführt. Die bauliche Gegebenheit mit nicht nutzbaren Nebenflächen, die Überdimensionierung des Gebäudes für heutige Bedarfe und Nutzungsmöglichkeiten, das Missmanagement sowie der entstandene Sanierungsstau haben zu einer Verlagerung von Veranstaltungen in Nachbargemeinden geführt und damit zu einer Senkung der Attraktivität Bischofswerda in seiner Gesamtheit. Um dieses Manko auszugleichen, wird der König-Albert-Saal als multifunktioneller Veranstaltungsort konzipiert. Zudem werden grenzübergreifende Projekte zum Austausch und zur künstlerischen Weiterentwicklung in der grenznahen Region mit Partnern aus dem Isergebirge und dem Schluckenauer Gebiet verstetigt. Der Austausch in entsprechenden Gesprächsformaten und Fortbildungsveranstaltungen zu vielfältigsten Themen stehen im Fokus des Bürgercafés. Es wird zu einem differenziertganzheitlichen Angebot zum Austausch der Bürgerschaft zu unterschiedlichsten sozialpolitischen und Gemeinwesen orientierten Themen.Die Räumlichkeiten werden neben dem gastronomischen Ansatz für Lesungen und Veranstaltungen im Kleinkunstformat genutzt. Singer/Songwriter wie auch die Sparte des PoetrySlam werden bedient. Autorenlesungen und Seniorennachmittage sind feste Bestandteile des Angebotes.

Das Engagement des KulturOrt e.V. versteht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Reaktivierungsplänen der Stadt Bischofswerda zum Kulturhaus der Stadt sondern als kleinteiliges Ergänzungsformat für eine sich entwickelnde, prosperierende Kleinstadt vor den Toren der Landeshauptstadt Dresden.“

Redaktion / 15.04.2019

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