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Führung durch die Wunderkammer

Führung durch die Wunderkammer

Der Barocksaal ist aufwendig künstlerisch ausgestaltet. Eine beeindruckende Deckenmalerei zeigt die antike Sage der Pandora. Foto: Archiv/Städtische Museen Zittau

Zittau. Die Städtischen Museen Zittau laden am Sonntag, 25. November, um 15.00 Uhr, zu einer Führung durch den Barocksaal im Heffterbau, auch Wunderkammer genannt, ein. Im früheren Domizil der alten Zittauer Ratsbibliothek entführt Uwe Kahl, Leiter des Wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Altbestandes der Christian-Weise-Bibliothek, die Besucher auf eine Exkursion in Zittauer Bildungs-, Bibliotheks- und Museumsgeschichte Am 18. September 1709 wurde die „neue Zittauische Bibliothek“ im zweiten Obergeschoss des Heffterbaus mit einem festlichen Akt eingeweiht. Zuvor befand sich der stets gewachsene und weiter wachsende Bestand noch im Obergeschoss der Klosterkirche. Zum Bestand gehörten damals die Bücher, die vom in der Reformationszeit aufgelassenen Kloster der Stadt stammten, sowie jene, die in den vielen Jahren bis 1709 hinzugefügt wurden. Sei es durch Schenkungen oder Ankäufe.

Der Saal ist aufwendig künstlerisch ausgestaltet. Eine beeindruckende Deckenmalerei zeigt die antike Sage der Pandora. Bekannt ist diese durch eine Büchse, aus der sie das Unheil über die Menschen schüttet. Nicht nur kostbare Bücher beherbergte der Bibliothekssaal, sondern auch städtische Raritäten. Der Bibliothekssaal war damit auch eine Art Kunst- und Wunderkammer, die den Zittauern offen stand. Die vielfältigen Sondersammlungen waren damit angemessen untergebracht.

2009 wurde der Barocksaal neu eingerichtet. Umfangreiche Forschungen und die Auswertung historischer Quellen ermöglichten es, den Saal danach zu rekonstruieren.

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Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro und ein Euro für Personen bis 16 Jahre.

Steffen Linke / 24.11.2018

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