Herrn von Ribbecks Erbe lebt weiter

Kinder sind beim Projekt stets begeistert dabei. Foto: Y. Rieger
Reichenbach. Ob Hoch-, Halb- oder Viertelstamm, ob Apfel, Birne oder Pflaume – wer schon immer einmal ein kleines Stück Kulturlandschaft selbst in die Erde setzen wollte, bekommt jetzt erneut die Gelegenheit. Die Initiative „Sachsen pflanzt gemeinsam – Aktion 1.000 Obstbäume“ läuft auch 2026 weiter und richtet sich an Schulen, Kitas, Freiwillige Feuerwehren, Jugendklubs sowie andere gemeinnützige Einrichtungen. Genannte können sich bis zum 30. Januar für zwei bis fünf Obstbäume aus Baumschulen im Freistaat bewerben. Das nötige Material wie Wurzelschutz oder Befestigung wird mitgeliefert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, fünf heimische Beerensträucher zu erhalten.
Die Aktion wird vom Deutschen Verband für Landschaftspflege, Landesverband Sachsen, und dem Bund Deutscher Baumschulen umgesetzt. Ziel ist es, regionale Sorten in die Fläche zurückzubringen. Denn Streuobstbestände verschwinden seit Jahrzehnten, während zugleich das Bewusstsein für ihre Bedeutung schrumpft.
Für die Niederschlesische Oberlausitz kann man sich für den Landschaftspflegeverband an Yvonne Rieger als Ansprechpartnerin in Reichenbach wenden – mit der Zusage, auch bei der Antragstellung zu helfen. Sie ist erreichbar unter (035828) 70 414, über rieger@dvl-sachsen.de oder landschaftspflegeverband-ol@web.de.
Das Projekt lebt letztlich davon, dass Menschen vor Ort anpacken und ihrem Umfeld etwas Bleibendes hinzufügen. Im Landkreis Görlitz wurden in der ersten Initiative vom Herbst 2023 bis Frühjahr 2025 121 Apfel-, Birn-, Pflaumen- und Kirschbäume gepflanzt. Im zweiten Anlauf seit Herbst 2025 bis Frühjahr 2027 waren es bislang 38 Obstbäume.