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Jörg Drews bzgl. Budissa: Hentschke Bau verlängert Sponsoring

Jörg Drews bzgl. Budissa: Hentschke Bau verlängert Sponsoring

Interview mit Hentschke-Geschäftsführer Jörg Drews: „Warum wir Ja sagen“ Foto: Jörg Stephan

Bautzen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten verbindet die Hentschke Bau GmbH und die FSV Budissa Bautzen eine enge Partnerschaft. 

Mit der erneuten Verlängerung des Sponsoringvertrages setzen beide Seiten diesen gemeinsamen Weg fort – nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Warum sich Hentschke Bau bewusst für ein weiteres Engagement entschieden hat, welche Verantwortung Unternehmen für ihre Region tragen und weshalb die Förderung junger Menschen dabei eine zentrale Rolle spielt, erläutert Geschäftsführer Jörg Drews im Interview.

Herr Drews, Hentschke Bau und die FSV Budissa Bautzen setzen ihre langjährige Partnerschaft fort. Was bedeutet diese Vertragsverlängerung für Sie persönlich?
Zunächst einmal ist sie Ausdruck einer Entscheidung, die wir ganz bewusst getroffen haben. Eine Partnerschaft besteht nicht deshalb weiter, weil sie schon lange besteht. Jeder Vertrag endet irgendwann. Dann stellt sich die Frage: Gehen wir den Weg gemeinsam weiter oder nicht? Für uns war die Antwort eindeutig. Wir erleben seit vielen Jahren, welche Bedeutung Budissa für Bautzen und die gesamte Region hat. Deshalb war für uns klar, dass wir diese Entwicklung auch künftig begleiten möchten.

Wenn die Vertragsverlängerung bekannt wird, hört man oft den Satz: „Na, Sie mussten ja weitermachen.“ Ist das tatsächlich so?
Nein, überhaupt nicht. Diesen Satz höre ich tatsächlich häufiger und antworte dann immer: Müssen tun wir gar nichts. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten prüft jedes Unternehmen sehr genau, wofür es Verantwortung übernimmt und wo es sich engagiert. Dass wir unsere Partnerschaft mit Budissa verlängern, ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Entscheidung aus Überzeugung.

Was gibt den Ausschlag für diese Überzeugung?
Weil wir hier erleben, dass unser Engagement tatsächlich etwas bewirkt. Budissa ist weit mehr als die 1. Männermannschaft. Der Verein leistet seit Jahren hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Wenn Kinder und Jugendliche einen Ort finden, an dem sie Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und sich entwickeln können, dann ist das ein Gewinn für die gesamte Region. Genau darin sehen wir den eigentlichen Wert dieser Partnerschaft.

Welche Rolle spielt dabei die regionale Verbundenheit von Hentschke Bau?
Eine sehr große. Unsere Wurzeln liegen in der Oberlausitz. Viele unserer Mitarbeiter leben hier, ihre Familien ebenso. Deshalb endet unsere Verantwortung nicht mit einem erfolgreich abgeschlossenen Bauprojekt. Wir möchten dazu beitragen, dass unsere Heimat lebenswert bleibt – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Vereine wie Budissa leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Hentschke Bau engagiert sich seit vielen Jahren weit über den Sport hinaus.

Gehört Budissa zu einer größeren Unternehmensphilosophie?
Ja, eindeutig. Wir unterstützen zahlreiche Projekte in den Bereichen Sport, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Soziales. Dahinter steht kein kurzfristiger Marketinggedanke, sondern ein klares Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung. Zeitgleich unterstützen wir bewusst Bereiche, in denen der Staat seiner Verantwortung nicht gerecht wird. Freiwillige Feuerwehren sind dafür ein gutes Beispiel: unverzichtbar für die Allgemeinheit, aber vielerorts chronisch unterfinanziert. Dort übernehmen wir als Unternehmen Verantwortung und helfen. Ein Unternehmen profitiert von einer starken Region. Deshalb sollte es auch bereit sein, selbst Verantwortung zu übernehmen. Dieses Verständnis begleitet Hentschke Bau seit vielen Jahren.

Sie sprechen häufig von langfristigem Denken. Ist das heute schwieriger geworden?
Schwieriger vielleicht, aber gerade deshalb umso wichtiger. Vieles wird kurzfristiger betrachtet. Entscheidungen orientieren sich häufig an den nächsten Monaten oder Quartalen – nicht zuletzt, weil wir in einer Zeit leben, die immer schnelllebiger wird und von zunehmenden Unwägbarkeiten geprägt ist.

Wir bleiben bei unserer Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklungen Zeit brauchen. Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Das gilt für Bauprojekte genauso wie für Partnerschaften oder für die Entwicklung junger Menschen. Deshalb setzen wir bewusst auf Kontinuität.

Budissa investiert intensiv in die Nachwuchsarbeit. Warum ist gerade dieser Bereich für Sie so wichtig?
Weil dort Zukunft gestaltet wird. Im Sport lernen Kinder und Jugendliche weit mehr als Technik oder Taktik. Sie lernen Teamgeist, Disziplin, Fairness und den Umgang mit Erfolgen, aber auch mit Niederlagen. Das sind Werte, die weit über den Fußball hinaus Bedeutung haben. Wenn ein Verein jungen Menschen solche Erfahrungen ermöglicht, dann verdient dieses Engagement Unterstützung.

Was wünschen Sie sich für die kommenden Jahre der Partnerschaft?
Natürlich wünsche ich Budissa sportlichen Erfolg. Noch wichtiger ist mir aber, dass der Verein seine Rolle als verlässlicher Partner für Kinder, Jugendliche und Familien weiter ausbauen kann. Wir müssen erkennen, dass sich die Rahmenbedingungen in unserer Region verändern. Ehrenamtliches Engagement wird anspruchsvoller, finanzielle und personelle Ressourcen werden knapper und vielerorts geraten Vereine unter Druck oder lösen sich gänzlich auf, obwohl sie über Jahrzehnte das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Umso wichtiger sind Vereine, die jungen Menschen Orientierung, Gemeinschaft und Perspektiven bieten. Wenn wir mit unserem Engagement dazu beitragen können, dass junge Menschen in Bautzen und der Oberlausitz Perspektiven erhalten, sich mit ihrer Heimat identifizieren und erleben, dass sich Einsatz für die Gemeinschaft lohnt, dann haben wir gemeinsam viel erreicht. Gerade in Zeiten des Wandels ist eine starke Region kein Selbstläufer – sie lebt von Menschen und Institutionen, die Verantwortung übernehmen.

Welche Botschaft verbindet sich für Sie mit der erneuten Vertragsverlängerung?
Dass Verlässlichkeit heute vielleicht wichtiger ist als jemals zuvor. Partnerschaften leben nicht von ihrer Dauer allein, sondern davon, dass beide Seiten immer wieder bewusst Ja zueinander sagen – wohlüberlegt, aus Überzeugung und nicht allein der Vergangenheit wegen, sondern mit klarem Blick für die Zukunft. Genau das haben wir getan. Nicht, weil wir es mussten, sondern weil wir davon überzeugt sind, dass diese Partnerschaft unserer Region guttut. Und solange wir diesen gemeinsamen Nutzen sehen, werden wir diesen Weg auch weiterhin gerne gemeinsam gehen.

PM / 03.08.2026

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