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Keine Besucherrekorde in den Freibädern

Keine Besucherrekorde in den Freibädern

Das Wald- und Erlebnisbad Silberteich in Seifhennersdorf lockte wie viele andere Freibäder in der Region im Jahr 2019 normale Besucherzahlen an. Foto: privat

Der Juni top, Anfang der Sommerferien ein bisschen flop. Dieses Wetter wirkte sich natürlich auf die Besucherzahlen in den Freibädern der Region aus. Die Verantwortlichen in den Einrichtungen sowie Städten und Gemeinden sprechen in diesem Zuge allgemein von einer „normalen bzw. durchschnittlichen Badesaison.“

Olbersdorf. Circa 35.000 Besucher strömten in dieser Badesaison in das Volksbad Olbersdorf. Im Durchschnitt sei das ein ganz ordentlicher Wert, resümiert Badebetriebsleiter Jörg Nießner. „An das gute Vorjahr mit etwa 50.500 Badegästen kommen wir aber nicht heran“, fügt er hinzu. Für die Gemeinde Olbersdorf endet die Badesaison von den Finanzen her erst mit der Gesamtschau über das Haushaltsjahr bzw. im darauffolgenden Jahr mit der Abgabe der notwendigen Steuererklärungen. „Unsere Kalkulation der Eintrittspreise zielt auf eine 40-prozentige Kostendeckung. Ein Plus für die Gemeindekasse ist damit nahezu ausgeschlossen. Ob der genannte Wert 2019 erreicht wurde, wird erst die Abrechnung Anfang des nächsten Jahres zeigen. Abgesehen von finanziellen Aspekten ist jede Saison ohne besondere Vorkommnisse und mit guten Besucherzahlen eine gute Saison“, sagt Dipl.-Verwaltungswirt Frank Müller, Leiter des Amtes für Finanzen in der Gemeindeverwaltung Olbersdorf. Nach der Saison treten die Schwimmmeister ihren wohlverdienten Urlaub an. Danach werden unter anderem technische Anlagen gewartet, Bänke und sonstiges Inventar farblich neu gestaltet, anfallende Reparaturen und Geländearbeiten durchgeführt sowie Gebäude und Anlagen winterfest gemacht. Das Team des Freibades Olbersdorf bedankt sich bei allen Badegästen, „die uns in diesem Jahr besucht haben. Wir freuen uns auf die nächste Saison.“

Swen Adolf, Badleiter des Wald- und Erlebnisbades Silberteich in Seifhennersdorf, freut sich über die „unfallfreie Saison“ in der idyllisch gelegenen Anlage. „Rein gefühlt haben wir die Besucherzahlen vom vergangenen Jahr wohl nicht erreicht“, sagt er. Um die Finanzen würde sich die Kämmerin in der Stadtverwaltung Seifhennersdorf kümmern. „Wir haben bei den Ein- und Ausgaben aber einen hohen Deckungsgrad“, sagt er.

Das Team hat jetzt noch eine ganze Weile zu tun, um das Wald- und Erlebnisbad Silberteich winterfest zu machen. Im November freut sich Swen Adolf dann auf seinen Urlaub: „Ich bin als Individualreisender bzw. Rucksacktourist unterwegs.“
Ronny Richter, geprüfter Meister für Bäderbetriebe, war mit der Badesaison im Gebirgsbad Jonsdorf im Großen und Ganzen zufrieden: „An guten Tagen hatten wir circa 1.200 Badegäste, an weniger guten Tagen auch mal nur etwa 200.“ Mit Beginn der Sommerferien sei aufgrund der wechselhaften Witterung mal ein „Einbruch zu verzeichnen“ gewesen. Ronny Richter hofft trotzdem auf gute Zahlen, wenn die Kur- und Tourismus GmbH Ende September die Badesaison im Gebirgsbad Jonsdorf detailliert auswertet.
Jetzt macht Ronny Richter die Einrichtung winterfest, räumt in diesem Zuge das komplette Außenmobiliar, wie Tische, Stühle, Bänke und Sonnenschirme auf, und wartet die technischen Anlagen wie Filter und Pumpe. „Danach wechsele ich in die Jonsdorfer Eishalle, um das Kindertobeland abzubauen und die Eisfläche aufzubauen.“ In der „Kältekammer“ seien den Winter über etwa fünf Grad. Und er fügt hinzu: „Zwischendurch fahre ich im Oktober in den Urlaub – wahrscheinlich in die Berge.“
Knapp 5.000 Tagesgäste und etwa 100 Dauerkarteninhaber zählte der Förderverein des Kleinen Bades Großschönau. „Damit lagen die Eintrittseinnahmen circa 20 Prozent unter denen des Supersommers 2018, aber über denen der Jahre 2016 und 2017, sodass wir mit der Saison zufrieden sind“, so der Vereinsvorsitzende Volker Hofmann.

Und er fährt fort: „Wir glauben, dass wir in diesem Sommer die finanziellen Grundlagen für eine Eröffnung im Jahr 2020 gelegt haben. Einen genauen Überblick können wir uns aber erst in circa zwei Monaten machen, denn die größte Rechnung ist die Stromrechnung – und die steht noch aus.“ Jetzt gilt es, das Kleine Bad in Großschönau winterfest zu machen, sagt er.

Mit einer Besucherzahl von rund 5.300 Wasserratten sind die Erwartungen im Mewa-Bad Ostritz übertroffen worden. Für den Bademeister, die Rettungsschwimmer und all die fleißigen Helfer im Bad ist dieser Sommer wieder eine Herausforderung gewesen, die meisterlich bewältigt wurde, heißt es aus der Stadtverwaltung Ostritz. Aufgrund des hohen ehrenamtlichen Engagements der Initiative in Zusammenarbeit mit dem Bademeister, den Rettungsschwimmern und all den ehrenamtlichen Helfern seien unter anderem das Neptunfest, das Nachtbaden und ein Filmabend durchgeführt worden. „Dafür und für die vielen anderen Aktionen sowie die Sach- und Geldspenden möchten wir uns ganz herzlich bedanken“, so die Macher. Eine erste detaillierte Auswertung zur Badesaison erfolgt beim nächsten Treffen der Mewa-Bad-Initiative im Oktober. Die endgültigen Zahlen würden Anfang 2020 nach Abrechnung aller Verbrauchsrechnungen vorliegen. Nach der Badesaison werden alle notwendigen Arbeiten durchgeführt, um das Bad mit dem Gebäude und den Außenanlagen winterfest zu machen. Für die nächste Badesaison 2020 werden weiterhin Rettungsschwimmer zur Absicherung des Badebetriebes gesucht. Interessenten wenden sich bitte an die Stadtverwaltung Ostritz/Mewa-Bad-Initiative, Rosanna Pappani, unter Telefon (035823)8 84 27 oder per E-Mail liegenschaften@ostritz.de.

Im Volksbad Oderwitz hat sich die Besucherzahl in dieser Saison bei circa 12.000 Wasserratten eingepegelt. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Rettungsschwimmer Enrico Michel. Im Hochsommer des vergangenen Jahres seien es über 15.000 Badegäste gewesen. Nach der Saison genießen Dietmar Förster, Fachangestellter für Bäderbetriebe im Volksbad Oderwitz, und Enrico Michel ihren Urlaub auf Usedom bzw. am Senftenberger See. „Danach machen wir die Einrichtung winterfest“, sagt Enrico Michel. Im Zuge einer umfangreichen Sanierung sollen im Volksbad Oderwitz das Dach des Gebäudes und die Elektroinstallation erneuert sowie der Rohbau des Gebäudes überholt werden.

Circa 30.000 Wasserratten kühlten sich im Waldstrandbad Großschönau über die Saison hinweg ab. Das entspricht nahezu dem Vorjahreswert, so Annette Scheibe Geschäftsführerin der Trixi-Park GmbH. „Für die Freibadesaison 2019 hatten wir erstmalig mehr Sand eingebracht, als das in den Vorjahren der Fall war“, sagt sie. Circa 600 Tonnen Sand seien im Badebecken verteilt worden. „Dadurch haben wir eine besonders gute Wasserqualität erreicht. Über die gesamte Saison hinweg war das Wasser so klar, dass man selbst bei 4,50 Wassertiefe noch den Grund sehen konnte. Unsere Stammgäste, die fast bei jedem Wetter das Freibad besuchen, um ihre Gesundheit zu stärken und in diesem Jahr wieder Rekordkilometer geschwommen sind, waren von der Wasserqualität sehr begeistert“, freut sie sich. Nach der Saisonabschlussreinigung aller Bereiche werde das Freibad winterfest gemacht.

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Steffen Linke / 16.09.2019

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