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Armin Mueller-Stahl kommt nun doch nicht

Armin Mueller-Stahl kommt nun doch nicht

Armin Mueller-Stahl – hier 2018 am Berliner Zoopalast – könnte Ehrengast bei den Messiaen-Tagen sein. Foto: Matthias Wehnert

Görlitz. Er gehört zu den wenigen deutschen Schauspielern, die auch in Hollywood dauerhaft Fuß fassen konnten. Und er ist ohne Zweifel einer der herausragenden deutschsprachigen Charakterdarsteller. Ob der begnadete Film- und Theaterschauspieler Armin Mueller-Stahl jedoch im Rahmen der Internationalen Messiaen-Tage zur Vernissage seiner Ausstellung am 14. Januar oder zumindest tags darauf zum Konzert anreisen kann, stand zum Redaktionsschluss nach einem kürzlichen Krankenhausaufenthalt noch in den Sternen. Der 1930 im ostpreußischen Tilsit (russisch: Sowetsk) geborene Künstler hat für den deutsch-polnischen Kultur- und Geschichtsverein „Meetingpoint Music Messiaen e.V.“ ein Porträt des französischen Komponisten Olivier Messiaen (1908 – 1992), der in den Jahren 1940/41 neun Monate lang im Görlitzer Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A inhaftiert war, erarbeitet. Hier führte Messiaen sein berühmtes „Quartett auf das Ende der Zeit“ am 15. Januar 1941 mit drei Mitgefangenen erstmals öffentlich auf.

In Erinnerung an diese Uraufführung und an die 120.000 Kriegsgefangenen im Stalag VIII A lädt der Meetingpoint Music Messiaen letztlich vom 11. bis zum 15. Januar wieder zu den Internationalen Messiaen-Tagen ein.
Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen am 11. Januar mit dem Sinfoniekonzert „Naturklang-Klangnatur“ um 19.00 Uhr mit der Sinfonietta Dresden (Emre Elivar, Jan Michael Horstmann) in der Annenkapelle mit Musik von Messiaen, Schulz, Scelsi und Baukholt.

Das weitere Programm

Samstag 12. Januar
10.00 bis 10.45 Uhr Führung und Vortrag „Görlitz unterm Hakenkreuz“ mit Ines Haaser, Kaisertrutz
11.00 bis 11.45 Uhr Führung und Vortrag „Schlesien im Nationalsozialismus“ mit Dr. Markus Bauer, Schlesisches Museum
13.00 bis 14.00 Uhr Vortrag „Neue Heimat“ über die Griechen in der Stadt mit Kazimierz Prosyniak, Jakob-Böhme-Haus, ul. Daszynskiego 12
14.30 bis 16.00 Uhr Stadtführung „Zwangsarbeit in Görlitz“ mit Dr. Klara-Maeve O’Reilly, Treffpunkt: Altstadtbrücke
19.30 Uhr Kammerkonzert „Fremd bin ich eingezogen“ mit dem Asambura-Ensemble im Gerhart-Hauptmann-Theater (Musik: Schubert, Guth)
22.00 Uhr Nachtschwärmerkonzert „Ragtime Polonais“ mit dem Duo Masecki, Rogiewicz im Atelier Kremser, Hartmannstraße 4

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Sonntag, 13 Januar
9.30 Uhr Deutsch-polnische Heilige Messe, Bonifatiuskirche, ul. Emilii Plater 9 – anschließend Gelegenheit zum Bustransfer zum Stalag, Kozlice 1 zum Konzert. Zusteigen kann man auch bereits am Busbahnhof Görlitz um 10.30 Uhr
11.30 Uhr Lied und Lesung „Theodorakis / Except Zorbas“ mit J. Krumin, Markus Zugehör, René Hofschneider (Theodorakis, Schwab), Stalag – Kozlice 1
12.45 Uhr Kurzführung über die Gedenkstätte Stalag VIII A mit Kinga Hartmann-Wóycicka, Stalag – Kozlice 1
17.00 Uhr Liederabend „Souvenirs d’enfance“ mit Wallis Giunta, Alden Gatt (Musik: Messiaen, Debussy, Ravel), Annenkapelle, Annengasse 4

Montag, 14. Januar
10.00 Uhr Kulturelle Vielfalt und Identität; Musikworkshop für Jugendliche mit dem Pädagogischen Team des Asambura-Ensembles, Stalag – Kozlice 1
17.00 Uhr Ausstellungseröffnung „Der wien Vogel fliegen kann“ von Armin Mueller-Stahl (Arbeiten auf Leinwand und Papier), Galerie Brüderstraße
19.00 Uhr Eine Heimat in zwei Ländern, Podiumsdiskussion zum Thema Grenzidentitäten, Moderation Dr. Annemarie Franke, Schlesisches Museum (Eingang Fischmarkt)

Dienstag, 15. Januar
17.30 Uhr Führung über die Gedenkstätte Stalag VIII A, Prof. Rolf Karbaum, Stalag – Kozlice 1
19.00 Uhr Kammerkonzert „Quartett auf das Ende der Zeit“ mit Hae-Sun Kang, Marc Coppey, Martin Adámek, Marie Vermeulin (Musik: Messiaen, Murail), Stalag – Kozlice 1

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Redaktion / 11.01.2019

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