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Maskottchen Benno ist wieder in Aktion

Maskottchen Benno ist wieder in Aktion

Benno, das Maskottchen des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e.V., bespaßt zum 7. Tag der offenen Tür im Tierheim Bischdorf die Besucher. Foto: Clemens Frindte

Der Tierschutzverein Löbau-Zittau e.V. vermittelt zum 7. Tag der offenen Tür am Mittwoch, 1. Mai, von 11.00 bis 17.00 Uhr, im Tierheim Bischdorf Einblicke in die tägliche Arbeit der Tierpflegerinnen und Tierpfleger – umrahmt von einem bunten Programm. Dazu bespaßt auch das Maskottchen Benno im Kostüm eines Bernhardiners, einer schweizer Hunderasse, die Besucher.

Bischdorf. Seit dem ersten Tag der offenen Tür im Tierheim am 1. Mai 2013 schlüpft Peter Mucke aus Berthelsdorf in diese „tierische“ Rolle – auch zu anderen öffentlichen Auftritten des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e.V. wie zum Beispiel beim Tag der Sachsen 2017 in Löbau oder beim Stadtfest in Löbau.

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Benno, das Maskottchen des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e.V., mischt zum Tag der offenen Tür mitten im Geschehen mit. Foto: Verein

Es sollte damals ein zum Tierheim passendes Maskottchen her. Die Entscheidung fiel auf einen Hund, den treuesten Begleiter eines Menschen. Peter Mucke seine Frau Martina ist beim Tierschutzverein Löbau-Zittau e.V. als 2. Vorsitzende und Schatzmeisterin tätig. „Mein Mann ist für jeden Spaß zu haben“, sagt sie.

Das etwa 1.85 Meter große Kostüm besteht aus drei Teilen – den Pfoten, dem Hauptfell und dem Kopf in den Farben weiß und braun.
Das Fässchen um den Hals des Bernhardiners ist im Laufe der Zeit durch ein in der Pfote tragendes Körbchen ersetzt worden. Darin finden Leckereien, wie zum Beispiel Bonbons, Kekse, Kaugummi und Schokolade, Platz.

Es handelt sich dabei auch schon um das zweite Kostüm für das Maskottchen Benno, da der „Vorläufer“ in die Jahre gekommen ist.
Peter Mucke braucht circa zehn Minuten, um sich in den originellen Bernhardiner zu verwandeln. „Um das Fell über die Ohren zu ziehen, benötige ich die Unterstützung einer zweiten Person“, verrät er.

Drunter trägt der Vorarbeiter bei der HFS-Hoch- und Tiefbau aus Ebersbach meist nur leichte Bekleidung. „Denn unter dem Kostüm ist es sehr warm“, sagt er.
Benno ist deshalb immer froh, wenn die Sonne nicht so toll aufs Fell brennt und ein leichtes Lüftchen weht. Sein Sichtfeld ist zwar etwas eingeschränkt, aber ausreichend, wie er betont.

Benno ist absolut stubenrein, sehr kinderlieb, wohlerzogen, sehr fotogen, hört aufs Wort und kommt gut mit anderen Tieren aus. „Ich muss nicht gefüttert werden, aber ich muss nach jedem Auftritt meinen Durst stillen“, sagt Peter Mucke.
Bei Gesprächen mit Kindern begibt sich das Maskottchen immer auf deren Augenhöhe und kniet sich hin. Hören kann Benno einwandfrei, auch wenn seine Schlappohren manchmal vom Wind vor seine Augen geweht werden.

Viele furchtlose Kinder begrüßen den Bernhardiner mit Handschlag und nehmen sich eine Leckerei aus dem Korb. Bei den sogenannten „Angsthasen“ stellt Benno den Korb einfach auf den Boden und geht ein Stück davon weg. „Traut sich das Kind dann etwas aus dem Korb zu nehmen, winke ich ihm freundlich zu“, sagt er. Männer bieten dem Maskottchen gelegentlich schon mal ein Bier an, weil es eben unter dem Kostüm ganz schön warm ist. Frauen möchten meist kleine Süßigkeiten aus dem Korb. Bei Familien stehen Fotos von Benno gemeinsam mit ihrem Nachwuchs hoch im Kurs.

Der Bernhardiner hat natürlich schon einige tierische Anekdoten bei seinen öffentlichen Auftritten erlebt. Bei einer Sportveranstaltung zum Löbauer Stadtfest auf dem Altmarkt mit Adi, dem Kindermoderator aus der DDR, klatschte Benno die Mannschaften vor dem Wettbewerb ab. Adi sagte daraufhin: „Auch das Maskottchen vom ortsansässigen Tierheim wünscht allen Sportlern einen tollen Wettkampf.“ Zum Stadtfest in Löbau präsentierte sich der Tierschutzverein Löbau-Zittau e.V. an allen drei Tagen mit seinem Maskottchen. „Leider konnten wir das Kostüm in der Kürze der Zeit nicht waschen, denn zum Trocknen braucht es seine Zeit. Hilfe kam vom Nachbarstand, einem Parfümhändler aus Rostock, der mich kostenlos einparfümierte“, berichtet er. Und sicher ganz erstaunlich: „Meine eigenen Eltern haben mich sogar unter dem Kostüm nicht erkannt     – erst als ich sie darauf ansprach, war ihnen meine Stimme vertraut.“

Zum Tag der offenen Tür am 1. Mai im Tierheim Bischdorf begrüßt das Maskottchen Benno natürlich die Kinder und Erwachsenen, verteilt süße Leckereien aus dem Korb und sorgt für gute Stimmung: „Ich freue mich immer wieder auf diese Veranstaltung“. Die Besucherzahl zu dieser öffentlichen Präsentation ist zur Freude des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e.V. von Jahr zu Jahr gestiegen. „Wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, kann ich abends beruhigt in mein Körbchen fallen“, sagt er lächelnd. Übrigens: Benno ist im Gegensatz zu den anderen tierischen Insassen im Tierheim Bischdorf nicht vermittelbar.

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Das Programm zum Tag der offenen Tür im Tierheim Bischdorf im Überblick:
von 11.00 bis bis 14.00 Uhr – Kinderspieleland Görlitz
12.00 bis 14.00 Uhr – „Blubbery show & Verzauberey mit Riesenseifenblasen“
14.00 bis 15.00 Uhr – Zauberer Peter Schulz
15.00 bis 16.00 Uhr – Livemusik mit Anja Behrendt
ganztägig – Unterhaltung mit DJ Herr Voragend, DRK Löbau mit Hüpfburg, Trödelbasar, Glücksrad und Kuchenbasar. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Steffen Linke / 29.04.2019

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