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Neue Antriebstechnik für die Astrokuppeln

Neue Antriebstechnik für die Astrokuppeln

BBB-Geschäftsführer Volker Bartko und Bauunternehmer Jörg Drews ließen sich von Helmar Brauer (v.l.n.r.) in die Technik der Astrokuppeln einweisen. Foto: BBB

Bautzen. Das Unternehmen Hentschke Bau sowie die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH (BBB) haben ein im Sommer abgegebenes Versprechen eingelöst. Beide übergaben ihre in Aussicht gestellten Spenden in Höhe von 25.000 beziehungsweise 5.000 Euro an den Förderverein der Schulsternwarte Bautzen, um diesem ein paar Sorgenfalten in Bezug auf dringend anstehende Sanierungsmaßnahmen zu nehmen. „Dieses Engagement für den Verein ist hoch einzuschätzen“, freut sich Heinz Brauer, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Sternwartenvereins. Vorrangig sollte das Geld für die Sanierung der Antriebstechnik der beiden Kuppeln eingesetzt werden. Diese bereitete dem Förderverein seit geraumer Zeit Kummer, wie BBB-Sprecherin Diana Liebsch weiß. Habe es doch in den vergangenen Monaten immer wieder Ausfälle beim Drehen der Kuppeln gegeben. „Besonders betroffen davon war die große Kuppel“, erzählt der Vereinsschatzmeister.

Demnach erfolgt das Rotieren mit Hilfe einer außergewöhnlichen Mechanik. Indem die Kuppeln auf einem Rohr laufen, wird der Blick auf den zuvor ausgewählten Sternenhimmel möglich. In den vergangenen Tagen ist nun die neue Steuerungstechnik installiert worden. Dabei bauten Fachleute Frequenzumrichter an den für die Drehung der Kuppeln verantwortlichen Motoren ein. Über die Umrichter wird fortan ein Sanftanlauf der Anlage realisiert.

„Entgegen den ersten Schätzungen werden die Reparaturkosten für beide Kuppeln mit rund 2.000 Euro deutlich geringer ausfallen als erwartet“, berichtet Heinz Brauer. „Wir hoffen jetzt, dass die noch verbleibende Summe ausreicht, um die dringend notwendige Reparatur des Refraktors, also des Fernrohres, noch vornehmen lassen zu können”, führt Heinz Brauer weiter aus. Momentan würden die Kosten dafür ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, will sich der Verein um zusätzliche Mittel bemühen. Fakt ist: Für einen attraktiven Fortbestand der Sternwarte sind erste kleine Schritte getan.

Hintergrund: Die Einrichtung inmitten des Bautzener Naturparks ist eine der ältesten und größten Schulsternwarten Deutschlands. Einst überließ sie der Amateurastronom und Mäzen Dr. Carl Stieber in seinem Testament der Stadt mit der Auflage, diese für die astronomische Bildung der Schuljugend einzusetzen. Seit der Einweihung im Jahre 1872 hat die Sternwarte eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Neben zahlreichen „Sternstunden“ musste sie auch Rückschläge verzeichnen. Das Observatorium wird bei vielen Kita- und Hortgruppen sowie Schulen aller Art nachgefragt. Zudem finden vor Ort öffentliche Vorträge und Sonderveranstaltungen statt. Mittelpunkt der Einrichtung sind das Zeiss-Planetarium und die beiden Kuppelgebäude mit den entsprechenden Beobachtungsinstrumenten. Unter der Fünf-Meter-Kuppel steht der große Zeiss-Refraktor mit weiteren Teleskopen sowie der Anschlussmöglichkeit eines H-Alpha-Filters zur Sonnenbeobachtung. Das Acht-Meter-Kuppelgebäude hingegen beherbergt sowohl das 400-Millimeter-Cassegrain mit sechs Meter Brennweite als auch das 400-Millimeter-Newton-Spiegelteleskop.

 

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Redaktion / 06.12.2018

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