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Polarlichter - die Sonne ist derzeit extrem aktiv

Polarlichter - die Sonne ist derzeit extrem aktiv

Foto: Matthias Teichgräber

Region. In der Nacht zum 20. Januar zeigte sich über der Oberlausitz ein seltenes Schauspiel: Polarlichter tauchten den nördlichen Himmel in intensive Grün- und Rotgelbtöne. Der Zittauer Hobbyfotograf Matthias Teichgräber hielt das Leuchten über Bernstadt fest – ein Motiv, das man sonst eher aus nordischen Breiten kennt. Ursächlich war ein Sonnenausbruch, der einen ungewöhnlich schnellen und intensiven koronalen Massenauswurf (CME) Richtung Magnetfeld der Erde schickte und die geomagnetische Aktivität auf die Stufe 4 (G4/S4) ansteigen ließ. Diese Einstufung entspricht nach Angaben der US-Weltraumwetterbehörde NOAA/Space Weather Prediction Center der zweithöchsten Warnstufe auf einer Skala von G1 bis G5 beziehungsweise S1 bis S5 für Strahlungsstürme. Ein Level 5 auf der NOAA-Skala (katastrophal) wurde beim jetzigen Ereignis nicht offiziell erreicht. In der Wissenschaft wächst die Auffassung, dass die intensive Sonnenaktivität wesentlich klimarelevant ist. Die aktuelle Phase gehört zum Sonnenzyklus 25, der etwa im Dezember 2019 begann. In diesem Zyklus treten seit 2023 deutlich stärkere Flares und koronale Massenauswürfe (CMEs) auf als zu Beginn des Zyklus. Die Aufnahme von Matthias Teichgräber zeigt, wie sich der schimmernde Schleier in Hellgrün und Rotgelb über den nächtlichen Himmel über Bernstadt zog. Teichgräber spricht von einem Anblick, „der schlicht sprachlos macht“.

Redaktion / 23.01.2026

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