Schach blüht wieder in Niesky

Matthias Blübaum stellte sich beim Simultanschach über einem Dutzend Nieskyer Kontrahenten. Foto: Jan Ottlinger
Niesky. Niesky hat im Bürgerhaus wieder einmal ein Amateurturnier mit 16 Teilnehmern erleben dürfen, bei dem es ein richtiges Zugpferd gab – den deutschen Europameister Matthias Blübaum. Der Favorit wurde seiner Rolle erwartungsgemäß gerecht und gewann das Turnier mit der maximalen Ausbeute von 15 Punkten aus 15 Partien. Ein Amateurspieler war für das Turnier sogar mit seinen Eltern aus Berlin angereist. Eine weitere Besonderheit – Die Pokale wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt.
Wenn man schon einen Europameister zu Gast hat, soll natürlich auch jeder die Gelegenheit haben, an dessen Künsten selbst zu wachsen. So stellte sich Blübaum noch einem Simultanspiel gegen 15 Gegner gleichzeitig – überwiegend Vereinsspieler, die teilweise bis zur 2. Bundesliga aktiv sind. Blübaum, der selbst ab dieser Saison in der 2. Bundesliga spielt, gab lediglich einen halben Punkt ab. Allerdings kam dieser nicht durch eine Niederlage zustande: Ein Gegner musste vorzeitig gehen, um seinen Zug nach Hause zu erreichen. Wie schon bei früheren Besuchen nahm sich der Europameister anschließend Zeit für Autogramme und Fotowünsche.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb Blübaum allerdings nicht. Bereits am Folgetag fuhr er zu einem Lehrgang des Deutschen Schachbundes weiter. Dort beginnt die Vorbereitung der Nationalspieler auf die Schacholympiade in Samarkand, die vom 15. bis 28. September stattfindet. Die Schacholympiade ist der bedeutendste Mannschaftswettbewerb des Schachs und wird alle zwei Jahre ausgetragen. Die Nationalmannschaften treten dabei an vier Brettern gegeneinander an.
Organisiert wurde das Turnier in Niesky erneut von Karl Drößigk und Jan Ottlinger unter der Schirmherrschaft des SC 90 Niesky und mit einer Zuwendung von 500 Euro des „Unbezahlbarland“.