Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Wie viel Planung steckt eigentlich in Niesky?

Wie viel Planung steckt eigentlich in Niesky?

Ausschnitt einer Niesky-Karte von 1760 Quelle: Parkfreunde

Niesky. Zu den „Nachzüglern“, die zum Tag des offenen Denkmals erst nach dem Redaktionsschluss zur letzten Ausgabe des Niederschlesischen Kuriers ihre Aktivitäten beworben haben oder erst danach auf die Programmseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufgenommen wurden gehört auch das Museum Niesky. Zwar haben Johann-Raschke-Haus und Konrad-Wachsmann-Haus jeden Sonntag geöffnet, aber zum Aktionstag gibt es nun freien Eintritt.

Zum diesjährigen Motto des Denkmaltages, der sich um Zeugnisse der Infrastruktur dreht, empfiehlt das Museumsteam aber einen Besuch der Ausstellung „Lichtbogen – Werksfotografie aus dem ehemaligen VEB Waggonbau Niesky“ im ’Holzkonsum’ in der Konrad-Wachsmann-Straße 32. Diesen nutzt die ehrenamtliche Traditionsgruppe Waggonbau Niesky, um eigene Ausstellungen zur Unternehmensgeschichte zu präsentieren.

In diesem Jahr zeigen die ehemaligen Nieskyer Waggonbauer eine qualitätvolle Serie von Fotografien aus den 70er-Jahren, die Kollegen an ihren Arbeitsplätzen zeigen. Die Fotos entstanden einst wohl zu Werbe- und Dokumentationszwecken und geben einen seltenen Einblick in die Produktion im DDR-Schienenfahrzeugbau.

Der „Holzkonsum“ wird am Sonntag, dem 13. September „voraussichtlich“ von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein, wie es heißt. Ebenfalls um 10.00 Uhr öffnet das Konrad-Wachsmann-Haus mit der aktuellen Sonderausstellung zur Geschichte des Ziegeleiwesens um Niesky. Das Johann-Raschke-Haus empfängt am Nachmittag ab 14.00 Uhr seine Gäste, u.a. mit der Ausstellung über Nieskyer Ladengeschäfte.

Im Wartturm geht es um die Ursprünge Nieskys

Wer am Sonntag den Nieskyer Baudenkmälern einen Besuch abstattet, darf den Wartturm nicht vergessen. Die Parkfreunde waren gar die ersten, die ihre Aktivitäten der Redaktion ankündigten und mit ihrem Programm rund um den historischen Aussichtsturm im Park „Schwesternplantage“ am Waldbad, der von den Nieskyer Parkfreunden gepflegt wird, beim Denkmaltag dabei sind. ’Die ersten werden die letzten sein’ – mea culpa!

2024 erhielten vier Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine den UNESCO-Weltkulturerbetitel. Den Kern dieser Auszeichnung bildet die Klassifizierung dieser Siedlungen als religiöse Idealsiedlungen, bei denen die geistlichen Werte der Brüdergemeine in der Architektur ihren Ausdruck finden. Der Generalbaumeister hinter diesen Idealsiedlungen war Siegmund August von Gersdorf. Er plante und errichtete Niesky 1742 auf seinem eigenen Grund und Boden.

Wieviel Weltkulturerbe steckt in Niesky? Welche Charakteristiken einer Plansiedlung trägt unsere Stadt? Welche Symboliken sind im Stadtbild versteckt? Die Antworten hierauf präsentieren die Parkfreunde in einer Ausstellung am Wartturm. Anhand alter Stadtpläne wird die Entstehung und Entwicklung zur Plansiedlung detailliert erläutert. Dabei wird auch bisher nie gezeigtes Archivmaterial präsentiert. Am Sonntag, 13. September beginnt die Ausstellung um 14.00 Uhr. Der Wartturm ist dann ebenfalls wieder bei Kaffee und Kuchen zu besichtigen. Eintritt frei – Spenden erbeten.

Till Scholtz-Knobloch / 11.09.2026

Schlagworte zum Artikel

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Die Mail-Adresse wird nur für Rückfragen verwendet und spätestens nach 14 Tagen gelöscht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel