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Starke Typen für den Tierpark

Starke Typen für den Tierpark

Rainer Selge nimmt auch immer wieder an Arbeitseinsätzen im Zittauer Tierpark teil. Foto: privat

Solche starke Typen braucht der Zittauer Tierpark. Rainer Selge, wohnhaft in Niederoderwitz und von Beruf Kraftwerker im Heizkraftwerk Wedel bei Hamburg, engagiert sich mit ganzem Herzen für die Einrichtung in der Weinau, ob im Förderverein oder als Tierpate, ohne groß darüber Worte zu verlieren, wie Tierparkdirektor Bernd Großer betont.

Zittau/Oderwitz. Der Berufspendler weiß noch genau, „wie ich meine Liebe zum Tierpark entdeckt habe. Ich bin als gebürtiger Zittauer damit aufgewachsen.“ Nach den politischen Veränderungen sei die Existenz des Tierparks bedroht gewesen. „Mit vielen anderen Tierparkfreunden wollte ich gemeinsam helfen, den Tierpark zu erhalten“, erinnert er sich. Laut Tierparkdirektor Bernd Großer „sollten wir 1994 aus der Stadtverwaltung Zittau ausgegliedert werden.“ Die Hilfe der Lobbyisten sei damals „überlebenswichtig für uns gewesen.“
Rainer Selge selbst wollte als junger Familienvater gern, dass seine eigenen Kinder auch mit schönen Tierparkerinnerungen groß werden: „Deshalb sind wir mit ihnen öfters in den Tierpark gegangen.“ Aus enger Verbundenheit trat der heute 56-Jährige am 1. April 1994 dem Verein „Freunde des Zittauer Tierparks“ e.V. bei, nimmt an Arbeitseinsätzen, wie dem Frühjahrs- und Herbstputz, bei Tierparkfestlichkeiten, wie zum Beispiel dem Muttertags-, Frühlings- und Sommerfest, an Vereinssitzungen sowie Ausfahrten – unter anderem nach Berlin, Leipzig und dieses Jahr nach Prag – teil: „Bedingt durch meine auswärtige Arbeit in Wedel im Schichtbetrieb ist meine Zeit leider begrenzt.“

Rainer Selge ist seit 12. Mai 2002 – und bis auf unbefristete Zeit – sogenannter Pate einer Schneeeule im Zittauer Tierpark, um damit die Einrichtung finanziell zu unterstützen: „Die Schneeeule ist ein besonders schönes Tier. Die Kinder hatten und haben ihre Freude daran und sind noch heute stolz darauf.“ Diese tierische Patenschaft sei für ihn mit einer finanziellen Verpflichtung von jährlich 150 Euro verbunden.

„Gelegentlich besuchen wir und unsere erwachsenen Kinder gern die Schneeeule am Gehege und freuen uns immer wieder auf Fotos mit ihr“, sagt er. Die Verweildauer vor Ort beträgt circa zehn Minuten. Selbstverständlich gibt es bei der Begrüßung ein „freundliches Hallo“ und ein anschließendes kleines „Gespräch“ zwischen Mensch und Tier. „Natürlich wollen wir von ihr wissen, wie es ihr geht. Die Schneeeule gehört ein bisschen zu unserer Familie“, sagt er.

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Rainer Selge aus Niederoderwitz ist schon seit vielen Jahren Pate einer Schneeeule im Zittauer Tierpark. Foto: privat

Die Anzahl seiner Besuche im Zittauer Tierpark sind abhängig vom Wetter, dem Veranstaltungsplan und seinen freien Tagen in der Heimat. Der Tierpark habe sich sehr positiv zu einem wunderschönen Ausflugsziel entwickelt. Die alten Stahlkäfige seien durch freundliche und naturgerechte Gehege ersetzt worden, wo sich die Tiere sichtlich wohlfühlen. „Im Freundes- und Bekanntenkreis haben wir den Tierpark schon sehr oft weiterempfohlen“, sagt er.

Bernd Großer freut sich generell über das große Engagement der Mitglieder des Vereins „Freunde des Zittauer Tierparks“ e.V. zum Wohle einer attraktiven Einrichtung in guten wie in schlechten Zeiten: „Darauf können wir uns verlassen. Dieses Wohlwollen von ganzem Herzen ist nicht mit Geld zu bezahlen.“

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Steffen Linke / 04.06.2019

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