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Alstom Bautzen – eine Erfolgsgeschichte?

Alstom Bautzen – eine Erfolgsgeschichte?

Jüngster Höhepunkt war die Inbetriebnahme einer erweiterten Produktionshalle Ende Januar, die es ermöglicht, mehr Aufträge parallel abzuarbeiten. Foto: LRA Bautzen

Bautzen. Das hat nicht immer danach ausgesehen: Das Bautzener Alstom-Werk entwickelt sich offenbar immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte. Während das langjährige Schwesterwerk in Görlitz aufgegeben und an den Rüstungsproduzenten KNDS übergeben wurde, jagt in Bautzen eine Erfolgsmeldung die andere. Jüngster Höhepunkt war die Inbetriebnahme einer erweiterten Produktionshalle Ende Januar. Die Vergrößerung der Halle ermöglicht es laut Unternehmensangaben, mehr Aufträge parallel abzuarbeiten und dadurch die Kapazität erheblich zu steigern. Für Züge wie die S-Bahn Rheinland, die 170 Meter lang sind, brauche es eine andere Infrastruktur als bislang vorhanden, erklärte Standortleiterin Beate Krehel unlängst in einem Beitrag des MDR. Und Tim Dawidowsky, Alstom-Präsident für Zentral- und Nordeuropa, sagte an gleicher Stelle: „Wir haben noch nicht überall Fließfertigung, die es uns erlaubt, an mehreren Stellen kontinuierlich und in einer vernünftigen Taktzeit Züge zu montieren. Gleichzeitig brauchen wir auch eine bessere Logistik.“

Ein Logistikzentrum solle dafür Abhilfe schaffen – bislang lagert Alstom sein Material an verschiedenen Standorten rings um Bautzen. Angesichts der Gesamt-Investitionssumme der letzten fünf Jahre, die mit 33 Millionen Euro beziffert wird, bildet die Hallenerweiterung mit etwa einer Million Euro nur das Sahnehäubchen. Allein 2025 waren es 12 Millionen Euro, 2026 sollen weitere 8,5 Millionen Euro hinzukommen. Im Juli 2024 nahm Alstom eine hochmoderne neue Fertigungslinie für Regionalzüge des Typs Coradia Stream in Betrieb. Auch bei der Zahl der Beschäftigten gibt es Bewegung, wobei unterschiedliche Zahlen kursieren: Von 1.200 auf der Konzern-Website reichen die Angaben bis hin zu aktuell 1.500, wobei übereinstimmend von 400 neue Stellen die Rede ist, die 2025 hinzu kamen.

Eine solche Entwicklung muss natürlich auch mit Aufträgen untersetzt sein: So sollen für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ab 2027 insgesamt 90 S-Bahnen gefertigt werden. Einen neuen Auftrag über 26 zusätzliche Coradia Max-Züge für Baden-Württemberg im Wert von rund 500 Millionen Euro unterzeichnete Alstom im Januar 2026; ob diese in Bautzen gefertigt werden, dazu gibt es noch keine Angaben. Klar ist hingegen, dass der Bautzener Standort ebensolche Fahrzeuge für die südosteuropäischen Märkte Rumänien und Bulgarien herstellt, die hinsichtlich der Verkehrsinfrastruktur großen Nachholbedarf haben.

Kein Wunder, dass sich auch die Politik über die Entwicklung freut. So sagt der Bautzener Landrat Udo Witschas: „Bautzen ist nicht nur ein zentraler Industriestandort für Deutschland, sondern fest in europäische Zukunftsprojekte auf der Schiene eingebunden. Besonders hervorzuheben sind dabei der strategische Fokus auf regionale Lieferketten und die enge, verlässliche Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen.“ Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter erklärt: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie in Bautzen traditionsreiche Fertigung und moderne Industrie-4.0-Technologien zusammenkommen. Alstom steht für Mobilität „Made in Sachsen“ – das Werk ist nicht nur ein Motor für Innovation, sondern auch ein verlässlicher Partner für Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region.“ Einen Wermutstropfen bildet allerdings nach wie vor die fehlende Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Bautzen und Dresden, was Sachsens einzigen verbliebenen großen Schienenfahrzeug-Hersteller dazu zwingt, seine Produkte über die Straße zu den Abnehmern zu transportieren.

(dieser Artikel wurde mit Recherche-Unterstützung durch KI erstellt). 

Uwe Menschner / 21.02.2026

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