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Stationärer Blitzer geht in Betrieb

Stationärer Blitzer geht in Betrieb

Die rote Säule zeigt den geplanten Standort des neuen stationären Blitzers im Bereich der Kreuzung Dresdner Straße, Rathenaustraße in Zittau an. Bildquelle: Landratsam Görlitz

Voraussichtlich Mitte August geht ein neuer stationärer Blitzer an der Kreuzung Dresdner Straße, Rathenaustraße in Betrieb. Das Landratsamt Görlitz rüstet damit in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Zittau im Kampf gegen Raser auf.

Zittau. Einen ganz konkreten Termin gibt es bisher noch nicht. Das ist laut Julia Bjar, Pressesprecherin im Landratsamt Görlitz, von einzelnen Genehmigungen – wie zum Beispiel für den Stromanschluss oder die Tiefbauarbeiten – abhängig.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt in diesem Bereich 50 Kilometer pro Stunde. Die Notwendigkeit für diese stationäre Anlage ist laut Julia Bjar gegeben, „weil die Kreuzung Dresdner Straße, Rathenaustraße einen Unfallschwerpunkt darstellt.“
Und wie funktioniert der neue Blitzer von der Technik her? Die Ermittlung der Geschwindigkeit bzw. der vorzuwerfenden Rotzeit erfolgt berührungslos über zwei in die Fahrbahn hintereinander verlegte Induktionsschleifen, erklärt sie. Die genaue Typenbezeichnung lautet Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage GTC-GS11 von der Firma Sensys Gatso Deutschland GmbH. Die Anlage wird geleast – und der Betrieb der geleasten Anlagen kostet den Landkreis Görlitz pro Jahr circa 32.000 Euro, erläutert sie. Die Pläne für den stationären Blitzer in der Dresdner Straße gibt es schon seit längerem. Nach der ersten Ausschreibung und Angebotsöffnung sei festgestellt worden, dass innerhalb des Vergabeverfahrens kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt worden sei, sagt sie. Deshalb wurde die Vergabe aufgehoben und musste neu ausgeschrieben werden.

Dadurch habe sich das Verfahren verzögert, betont sie.
Der Landkreis Görlitz selbst kann noch keine Prognose abgeben, wie viel Einnahmen der stationäre Blitzer in die Kasse „spült“. Realistische Zahlen können erst drei Monate nach der Inbetriebnahme zugearbeitet werden, so Julia Bjar. Das vordringliche Ziel des Landkreises Görlitz sei es, diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen. „Eine Lösung dafür ist die Messanlage“, sagt sie. Der stationäre Blitzer muss einmal im Jahr geeicht werden. Der Pflegeaufwand richtet sich nach der Verschmutzung. Weitere stationäre Anlagen seien in Zittau und Umgebung gegenwärtig nicht geplant, sagt sie. Beim Temposünder selbst trifft der Bescheid für das Verwarn- bzw. Bußgeld meist nach circa drei bis vier Wochen ein.

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Die stationären Blitzer im Bereich des Stadtbades und der Hochschule Zittau/Görlitz (Foto) erhalten Gesellschaft.

Seit März 2012 gibt es in Zittau bereits stationäre Blitzer im Bereich des Stadtbades und der Hochschule Zittau/Görlitz. Daneben spielen auch mobile Geschwindigkeitsmessungen in sensiblen Bereichen wie an Kindertagesstätten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern eine Rolle, auch wenn sich manche Temposünder mitunter abgezockt fühlen.

Steffen Linke / 27.07.2019

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