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Vom Oberland schneller zur A 4: Südumfahrung soll kommen

Vom Oberland schneller zur A 4: Südumfahrung soll kommen

Noch endet die S 106 an dieser Kreuzung. Bis 2025 will der Freistaat das Asphaltband jedoch bis zur B 96 bei Ebendörfel verlängern und somit Bautzen vom Verkehr weiter entlasten. Foto: RK

Bautzen. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig hat ein Ziel vor Augen: Spätestens ab dem Jahr 2025 sollen die ersten Autos über die seit Jahren im Gespräch befindliche und immer wieder von Regionalpolitikern eingeforderte Bautzener Südumfahrung rollen können. Das teilte jetzt ein Behördensprecher auf Anfrage mit. Die Trasse verbindet künftig die B 96 nahe Ebendörfel mit der Autobahn A 4 und dockt bei Grubschütz an ein schon bestehendes Teilstück an.

Pro Tag werden einmal zwischen 5.000 und 9.000 Kraftfahrzeuge die Umgehungsstraße nutzen, um sich nicht länger durch Bautzen quälen zu müssen.

Die Zahlen gehen aus der aktuellen Landesverkehrsprognose 2030 hervor, die sich wiederum auf eine Erhebung bezüglich der Bevölkerungsentwicklung stützt.
Für den Bau kalkuliert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) nach derzeitigem Stand etwa 24,5 Millionen Euro ein.

„Die Kosten für Planung und Bau trägt der Freistaat Sachsen“, erklärte SMWA-Referent Christian Adler.
Zu errichten sei ein etwa sechs Kilometer langes Asphaltband, dessen Baubeginn sich jedoch noch nicht absehen lasse. „Um das Baurecht zu erlangen, sind noch ein erheblicher Planungsaufwand sowie vor allem ein Planfeststellungsverfahren notwendig. In diesem Zuge werden auch die betroffenen Landwirte und Bürger gehört. Sie können dann ihre Einwendungen vorbringen.“

In der Vergangenheit hatte sich unter anderem der Landtagsabgeordnete Marko Schiemann für die Verlängerung der S 106 stark gemacht. Er sieht darin eine Entlastung für die Stadt Bautzen und eine bessere verkehrstechnische Anbindung des Oberlandes. Das wiederum wird sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der dort ansässigen Wirtschaft positiv auswirken, zeigt er sich überzeugt. Anders als das SMWA geht er jedoch davon aus, dass noch etwa zehn Jahre verstreichen, bis die Trasse Realität ist.

Zumindest hat das Ministerium die Wichtigkeit erkannt, freut er sich. Längere Zeit herrschte Stille rund um das Verkehrsvorhaben. Allerdings nicht hinter den Kulissen. Noch einmal Christian Adler: „Alle im Landesverkehrsplan 2025 eingeordneten Maßnahmen wurden einem einheitlichen Bewertungsverfahren unterzogen. Im Ergebnis wurde der Bedarf für den zweiten Bauabschnitt der S 106 bestätigt, sodass die Planungen fortgeführt werden können. Diese waren zunächst zurückgestellt worden, um die verkehrlichen Auswirkungen der Bautzener Westtangente berücksichtigen zu können.“                         
 

Roland Kaiser / 20.07.2018

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Kommentare zum Artikel "Vom Oberland schneller zur A 4: Südumfahrung soll kommen"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. Reiner Go schrieb am

    Hätte man das viele Geld was in die für mich immer noch als fast sinnlos geltende Westtangente gesteckt hat in den Ausbau der S 106 von der Neukircher Str. nach Ebendörfel verwendet, währe der Stadt Bautzen mehr gediehnt. Noch dazu hat man den Knotenpunkt Kreisverkehr Singwitz und Überführung Eisenbahnlinie Bautzen-Wilthen auch schon länger fertig.
    Aber da die Stadt ja richtig gierig darauf war einen Tunnel zu besitzen,
    hat das Projekt Verlängerung der Südumfahrung keine Lobby gehabt.
    Es ist ja schön das nun wieder über dieses Projekt gesprochen wird aber leider wurden dadurch viele Jahre verschenkt. Der Stadt Bautzen währe viel mehr Entlastung zu gute gekommen. Danke.

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