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VVO schickt mehr Busse auf die Straße

VVO schickt mehr Busse auf die Straße

In der Westlausitz hat der Verkehrsverbund VVO sein PlusBus-Netz ausgeweitet. Zusätzlich lässt er Taktbusse rollen, um den ÖPNV im ländlichen Raum noch attraktiver zu machen. Foto: Lars Neumann

Kamenz. Fortan bieten im Dresdener Speckgürtel 27 Linien mehr Leistung im dichteren Takt. Darüber informierte der Verkehrsverbund VVO zur Wochenmitte. „Mit dem Fahrplanwechsel und dem Start des neuen Busnetzes im Landkreis Bautzen bringen wir das PlusBus-Netz im VVO deutlich voran“, erklärte Geschäftsführer Burkhard Ehlen. „Gleichzeitig startet mit den ersten TaktBus-Linien auch der ,kleine Bruder‘ des PlusBusses im VVO.“ Das Netz wachse um sieben PlusBus- sowie fünf TaktBus-Linien. Neben dem Landkreis Bautzen, in dem neue Angebote zwischen Kamenz, Lauta, Königsbrück, Hoyerswerda, Bischofswerda und Schleife den Betrieb aufnehmen, profitiere auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Linie 219 zwischen Pirna und Bad Gottleuba fahre künftig als PlusBus. Die zwischen Schmiedeberg und Frauenstein verkehrende Linie 365 sowie die Linie 267 zwischen Neustadt und Steinigtwolmsdorf seien zu TaktBussen geworden. Um diese zwölf Linien auf das entsprechende Niveau zu heben, würden über 600.000 Buskilometer pro Jahr hinzukommen. 

PlusBus-Linien im VVO fahren nach Angaben des Verbundes montags bis freitags im Stundentakt. An Samstagen würden mindestens sechs, an Sonn- und Feiertagen mindestens vier Fahrten je Richtung angeboten. TaktBusse verbinden kleinere Orte mit den nächsten Zentren und fahren alle zwei Stunden, auch am Samstag oder in den Abendstunden. Im Gegensatz zu anderen regionalen Buslinien, die vor allem auf den Schülerverkehr ausgerichtet sind und daher in den Ferien seltener fahren, seien diese Linien auch an schulfreien Tagen stündlich unterwegs. Zudem würden sie kurze Übergangszeiten zu Zügen und anderen wichtigen Busverbindungen bieten. 

„Durch die Finanzierung vom Freistaat hat die Angebotserweiterung einen deutlichen Schub erhalten“, betonte Burkhard Ehlen in dem Zusammenhang. Allein für den VVO stelle das Land im laufenden Jahr rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. 

Redaktion / 08.01.2022

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Kommentare zum Artikel "VVO schickt mehr Busse auf die Straße"

Die in Kommentaren geäußerten Meinungen stimmen nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

  1. scaramuccio schrieb am

    Leider ging die Ausweisung als PlusBus bei der Linie 219 einher mit einer Reduzierung der Zahl der Fahrten bis zum Grenzübergang Bahratal/Petrovice. Auch sind die Übergangszeiten von/zur Linie 219 in Pirna für Reisende von der anderen Elbseite (Stolpen-Neustadt-Sebnitz, aber auch Bautzen und Bischofswerda durch die Anschlüsse in Neustadt) neuerdings auf unzumutbare fast 60 min angestiegen. Wieder einmal guckt die Bevölkerung im ländlichen Raum in die Röhre, während alle Verbindungen nur auf die Landeshauptstadt ausgerichtet werden.