Zwillinge bei den Roten Pandas

Die vier Wochen alten Pandawelpen bei ihrem ersten Gesundheitscheck. Foto: G. Drozd
Görlitz. Oh, sind die niedlich: Der Görlitzer Tierpark freut sich über Zwillingsnachwuchs „beim schönsten Säugetier auf Erden“. Die jetzt geborenen Zwillinge sind der fünfte Wurf von Panda-Weibchen Zayah, die 2021 aus dem niederländischen Alphen aan den Rijn nach Görlitz kam.
Der aktuelle Wurf ist für das Tierparkteam von besonderer Bedeutung. Denn das vergangene Jahr verlief für die Rote-Panda-Zucht äußerst tragisch: Beide 2025 geborenen Jungtiere konnten trotz intensiver Bemühungen nicht gerettet werden.
Das weibliche Tier verstarb im Alter von fünf Monaten nach einer vierwöchigen Behandlung an den Folgen einer Virusinfektion. Beim Bruder deutet alles auf eine Vergiftung durch Eibennadeln hin.
Aus diesen Erfahrungen seien Konsequenzen gezogen worden, betont Kuratorin Catrin Hammer. Der Tierpark setzt derzeit umfassende Präventionsmaßnahmen um, damit die Jungtiere bis zur Futterfestigkeit keinen Zugang zu der Eibe erhalten, die den Roten Pandas seit Jahrzehnten als beliebter Kletterbaum dient. So sollen potenzielle Risiken für den Nachwuchs künftig ausgeschlossen werden.
Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher direkt am Gehege: Ein Bildschirm ermöglicht faszinierende Live-Einblicke in die Kinderstube der Panda-Zwillinge. So lässt sich die Entwicklung des Bruder-Schwester-Duos beobachten, ohne die Tiere in ihrer sensiblen Aufzuchtphase zu stören.