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Abriss der Südmittelschule
 wird wesentlich teurer

Abriss der Südmittelschule
 wird wesentlich teurer

Der Abriss der früheren Mittelschule Süd wird teurer als ursprünglich vorgesehen.

Der Abriss der ehemaligen Mittelschule Süd auf der Bonhoeffer-Straße wird wesentlich teurer als bisher angenommen. Dies geht aus einer Beschlussvorlage für die nächste Stadtratssitzung hervor, in der die Abgeordneten über die entsprechenden Mehrkosten befinden sollen.

Bischofswerda. Wie Oberbürgermeister Prof. Holm Große in dem Papier darlegt, waren für die Abrissmaßnahme inclusive Entsorgung des anfallenden Materials bislang 230.000 Euro eingeplant gewesen. Dieser Wert sei im Jahre 2012 auf der Grundlage von Erfahrungen mit ähnlichen Maßnahmen aus der Vergangenheit, beispielsweise mit der Kinderkrippe „Otto Barthel“ oder der Kita Süd, ermittelt worden. Die von der Bauplanung Bautzen GmbH kalkulierten Abrisskosten belaufen sich dagegen auf fast 693.000 Euro und damit annähernd auf das Dreifache des ursprünglich ermittelten Wertes.


Oberbürgermeister Holm Große begründet diese Differenz mit schärfer gewordenen Bestimmungen hinsichtlich der Entsorgung des Abrissmaterials: „Gemäß der geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen besteht nach Abfallentsorgungsgesetz für den Eigentümer/Antragsteller die Verpflichtung, bei Abrissmaßnahmen den Abfall zu separieren und anhand der jeweils festgestellten Abfallschlüsselnummer getrennt zu entsorgen. Zugleich wurde die Kontrolle der Einhaltung dieser Vorgehensweise wesentlich verschärft.“

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Um diesen Anforderungen entsprechen zu können, seien eine Analyse der anfallenden Stoffe sowie ein Entsorgungskonzept bei einem spezialisierten Büro aus Zittau in Auftrag gegeben worden. Zu beachten sein, dass „selbst bei DDR-Typenbauten aufgrund von Rohstoffknappheit sowie –verfügbarkeit immer wieder verschiedene Baustoffe zum Einsatz gelangten.“


Eine Pauschalierung von Abrisskosten sei daher angesichts der gesetzlichen Anforderungen nicht möglich. Für große Diskussionen bleibt nicht mehr viel Zeit: Der Abriss muss laut Förderbedingungen spätestens im Juni beginnen.


Allerdings bildet der Abbruch der alten Schule nur einen kleinen Teil der Gesamtmaßnahme „Neubau des Kita-Zentrums Bischofswerda-Süd“, und für diese stellen sich die finanziellen Aussichten sogar besser dar als bislang angenommen: „Der Fördersatz fällt höher aus als bislang angenommen“, teilt OB Große mit. So könne man sogar von einer Verringerung des bisher geplanten Eigenanteils ausgehen, und zwar um 165.000 Euro.
Die Abrissmaßnahme soll nach erfolgter Ausschreibung entweder im Stadtrat am 30. Mai oder im Ausschuss für Wirtschaft und Technik am 6. Juni vergeben werden.

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Uwe Menschner / 24.04.2017

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