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Bald wird wieder gebaut auf dem Demianiplatz

Bald wird wieder gebaut auf dem Demianiplatz

Im dritten Bauabschnitt wird der Demianiplatz zwischen Platz des 17. Juni und Teichstraße umgestaltet. Voraussichtlicher Baubeginn: 5. Juli. Foto: fum

Görlitz. Der Demianiplatz zwischen Platz des 17. Juni und Teichstraße wird schon bald sein Antlitz ändern. Denn nach einem Stadtratsbeschluss vom Februar dieses Jahres läuft derzeit die Ausschreibung für die sehr umfangreichen Baumaßnahmen, die aller Voraussicht nach am 5. Juli beginnen werden.

Doch worum geht es konkret? Nach der Herstellung des Platzes des 17. Juni und der begrünten Platzinnenseite soll nun die Umgestaltung der Nordseite des Demianiplatzes im Bereich zwischen Apotheke und Bautzener Straße/Teichstraße in Angriff genommen werden. Die Platzfläche soll grundhaft erneuert und entsprechend der zukünftig vorgesehenen Funktionen gestaltet werden. Dabei müssen an dieser zentralen Stelle vor allem die Aspekte der verkehrstechnischen Funktionen mit denen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden. Derzeit gibt es wesentliche Verkehrsanteile, die den Platz als Verbindung zwischen Bautzener Straße und Obermarkt nutzen. Diese kurze Kfz-Verbindung soll zukünftig zugunsten der Erhöhung der Aufenthaltsqualität, der Attraktivität für Besucher unattraktiv ausgebildet werden. Das momentan hier vorhandene Pflaster ist unformatiges Basalt-Wildpflaster in einem sehr unebenen Zustand.

Defizite in diesem Teil des Demianiplatzes sind vor allem die verschlissenen bzw. schadhaften Fahrbahnoberflächen und Anlagen des Fußgängerverkehrs. Außerdem gibt es durchgehend schlechte Bedingungen für den querenden Fußgängerverkehr. Das Erscheinungsbild ist schlecht, es fehlt an Aufenthaltsqualität. Hinzu kommt eine hohe Lärmemission. Diese führt zu einer starken Beeinträchtigung der Wohnqualität sowie der Aufenthaltsqualität an der umliegenden Bebauung und ebenso im Platzinnenbereich.

Aus der Analyse dieser Defizite heraus ergeben sich ganz konkrete Ziele für die in Kürze folgenden Baumaßnahmen. Die Seitenbereiche sowie die Anbindung an die Grünfläche im Innenbereich sollen neu gestaltet werden. Außerdem will man Fußgängern verbesserte Querungsmöglichkeiten auf diesem Teil des Demianiplatzes bieten. Hinzu kommt die bauliche Sanierung der Flächen unter Berücksichtigung der Ansprüche der verschiedenen Verkehrsarten und -teilnehmer, wobei die Aspekte des Denkmalschutzes – insbesondere bei der Materialwahl – berücksichtigt werden müssen. Eine gewisse Anzahl von Pkw-Stellplätzen soll erhalten bleiben. Den Ost-West-Durchgangsverkehr über den Platz will man durch eine eindeutige bauliche Gestaltung schwieriger gestalten, wobei Fußgänger Vorrecht genießen sollen. Dadurch ergibt sich eine völlig veränderte Verkehrssituation mit veränderter Vorfahrtregelung. Der Kraftfahrzeugverkehr wird dem Aufenthaltscharakter bzw. dem Fußgängerverkehr untergeordnet.

Bereits mit dem vorangegangenen Ausbauabschnitt wurde der Busbahnhof von der Nordseite des Demianiplatzes entfernt. Aktuell ist nur noch eine Haltestelle für Reisebusse zum Zu- und Ausstieg der Fahrgäste vorhanden, die auch in den Ausbauplanungen berücksichtigt wurde.

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Durch die durchgehende Führung der Gehwege in Verlängerung des Grünen Grabens bzw. der Teichstraße wird die Qualität und Sicherheit des Fußgängerverkehrs erheblich verbessert. Zudem werden im Bereich des nördlichen Demianiplatzes durch die klarere Fassung der Straßenraumgeometrie und der Platzfläche die Verhältnisse für Fußgänger günstiger gestaltet.

Frank-Uwe Michel / 01.05.2016

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