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Daimler legt Grundstein für zweite Kamenzer Akku-Fabrik

Daimler legt Grundstein für zweite Kamenzer Akku-Fabrik

Kamenz. Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, hat am Montag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (beide CDU) den Grundstein für das zweite Werk der Accumotive in Kamenz gelegt. Daimler investiert hier circa eine halbe Milliarde Euro in seine hundertprozentige Tochter, die sich auf die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert hat. Für den Aufbau eines weltweiten Netzwerks für diesen Zweck nimmt der Konzern eine Milliarde Euro in die Hand.

Bundeskanzlerin Merkel würdigte das Engagement des Daimler-Konzerns für die Weiterentwicklung der Batterietechnologie: „Daimler beweist hier Weisheit im Lessingschen Sinn, denn die beruht auf eigener Erfahrung.“ Die Bundesregierung stehe weiter zu dem Ziel, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren sollen: „Elektromobilität hat viel mit Lebensqualität zu tun. Wir unterstützen ihre Verbreitung durch die Schaffung von Kaufanreizen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur.“ Ministerpräsident Tillich sieht in der Investition „einen entscheidenden Beitrag, den guten Ruf Sachsens als traditionsreiches und modernes Autoland zu festigen.“ Daimler fertigt in Kamenz Akkus sowohl für Fahrzeuge als auch für stationäre Anwendungen.

„Die Automobilindustrie steht vor einer fundamentalen Transformation, und wir begreifen uns als treibende Kraft des Wandels“, erklärte Dieter Zetsche. „Die Kamenzer Batteriefabrik ist ein wichtiger Bestandteil in der Umsetzung unserer Elektrooffensive.“ Und Produktionsvorstand Markus Schäfer ergänzte: „Die lokale Fertigung von Batterien ist der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Mit unserem weltweiten Produktionsnetzwerk sind wir für die Mobilität der Zukunft sehr gut aufgestellt.“

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Die Betriebsaufnahme des neuen Werkes ist für Ende 2018 vorgesehen. Mit ihm vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf circa 80 000 Quadratmeter. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöht sich laut den Planungen bis 2020 auf über 1000 und verdoppelt sich damit gegenüber dem heutigen Stand. „Der Besuch der Bundeskanzlerin unterstreicht die gute Perspektive des Zukunftsstandortes Kamenz“, betont Accumotive-Geschäftsführer Frank Blome.

Uwe Menschner / 23.05.2017

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