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Das Glockenspiel wird später restauriert

Das Glockenspiel wird später restauriert

Ratsuhrmacher Guido Hannig erhofft sich durch die neue Spendenbox an der Zittauer Blumenuhr weitere finanzielle Mittel für die Restaurierung des Glockenspiels. | Foto: Steffen Linke

Das Porzellanglockenspiel an der Zittauer Blumenuhr kann jetzt nicht wie ursprünglich geplant restauriert werden. Das Geld auf dem dafür eingerichteten Spendenkonto reicht zurzeit noch nicht aus.

Zittau. Der aktuelle Stand beträgt etwas über 22.000 Euro. „In einem halben Jahr ist das nicht schlecht“, findet Ratsuhrmacher Guido Hannig, der zusammen mit dem Türmer von St. Johannis, Felix Weickelt, diese Spendenaktion ins Leben gerufen hatte. Diese Summe reicht aber noch nicht aus, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir benötigen für die Restauration des Glockenspiels 40.000 Euro“, sagt Guido Hannig.

Die beiden seien deshalb weder traurig noch enttäuscht. „Denn wir sind von Anfang an die Sache nicht so euphorisch angegangen“, fügt er hinzu. Vielmehr würde der ausstehende Betrag die beiden noch mehr aktivieren, Spenden dafür einzuwerben. „Wir bleiben auf alle Fälle dran. Denn wir wissen, dass die Zittauer an ihrem Kleinod hängen“, sagt der Ratsuhrmacher. So sei vor wenigen Tagen direkt an der Zittauer Blumenuhr eine Spendenbox – mit entsprechenden Flyern zu diesem Wahrzeichen und jedem einzelnen Spender aufgelistet (Stand Anfang August) – aufgestellt worden. Das städtische Ordnungsamt leert diese jeden Tag, damit sich Langfinger nicht bedienen können. „Wir freuen uns wirklich über jede Spende. Denn auch Kleinvieh macht Mist“, sagt er.

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Von der Stadt Zittau können die beiden aufgrund der angespannten Haushaltslage keine finanzielle Hilfe erwarten. „Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen“, betont er. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, von 15.00 bis 17.00 Uhr, präsentiert Felix Weickelt direkt an der Blumenuhr musikalisch, wie das neue Glockenspiel klingen könnte. Guido Hannig zeigt das alte mechanische Uhrwerk der Blumenuhr. „Unser Ziel ist es nun, im Herbst mit den Arbeiten zu beginnen“, sagt der Ratsuhrmacher. Circa eine Woche würde die Restaurierung in Anspruch nehmen. An den Plänen habe sich nicht geändert. Das Glockenspiel selbst soll seine alte Mechanik behalten. Lediglich verschlissene Teile werden ausgetauscht.

Zum Beispiel die sogenannten Torpedos, die die Porzellanglocken anschlagen. Bisher konnten Melodien nur aufwändig von Hand in einem kleinen Computer aus den 1990er Jahren programmiert werden. Diese elektronische Steuerung wird durch das neueste Modell ersetzt, das die musikalischen Möglichkeiten des Instrumentes Glockenspiel erstmals bedient: Rhythmus, Mehrstimmigkeit und Dynamik.

Nach der Restaurierung sollen Melodien von Zittauer Komponisten erklingen („Oberlausitzer Kurier“ berichtete). Aufgrund des schlechten Zustandes war das Glockenspiel vor einiger Zeit abgestellt worden. Spenden für das Zittauer Glockenspiel können auf das Spendenkonto der Stadt Zittau bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien IBAN: DE54 8505 0100 3000 0001 00, BIC: WELA DED1 GRL, und bei der Volksbank Löbau-Zittau e.G. IBAN: DE44 8559  0100  0000 0456 32, BIC GENO DEF1 NGS  Verwendungszweck: „Denkmalpflege Glockenspiel Blumenuhr“ eingezahlt werden. Bitte geben Sie Ihre Adresse für die Spendenbescheinigung an.

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Steffen Linke / 22.08.2016

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