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Ein Verein betreibt künftig das Buschmühlenbad

Ein Verein betreibt künftig das Buschmühlenbad

Sven Heinrich, Kerstin Ternes und Hans-Jürgen Knoth (v.l.n.r.) unterzeichneten den Vertrag zur Übergabe des Buschmühlenbades an den neu gegründeten Verein. Er hat eine Laufzeit von drei Jahren mit Verlängerungsoption.

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Das Wetter ist noch ausbaufähig: Der Naturbad Buschmühle e.V. hofft auf möglichst viele Besucher.

Das Buschmühlenbad im Großröhrsdorfer Stadtteil Bretnig-Hauswalde öffnet ab dem 1. Juni seine Pforten für
die diesjährige Badsaison. So selbstverständlich wie sich dies liest ist es keineswegs; vielmehr erschien die Zukunft des beliebten Freizeitparadieses noch vor wenigen Monaten höchst unsicher.

Bretnig-Hauswalde. Kerstin Ternes und Sven Heinrich freuen sich. Soeben haben die Bürgermeisterin der Stadt Großröhrsdorf und der Vorsitzende des „Naturbad Buschmühle“ e.V. einen Vertrag unterschrieben, der den Fortbestand der Badestelle am Rande des Westlausitzer Berglandes dauerhaft sichern soll. Vorangegangen sind dem Verhandlungen, die angesichts des Vertragsgegenstandes „in sportlichem Tempo“ verliefen und die Übertragung
des Badbetriebs auf den noch jungen Verein regeln.

„Die Gemeinde Bretnig-Hauswalde hatte in ihrem Haushaltskonsolidierungkonzept festgelegt, dass kein Fachpersonal für das Bad mehr zur Verfügung stehen soll. Im Zuge des Beitritts war die Stadt Großröhrsdorf gehalten, dieses Konzept umzusetzen“, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes.
Dies bedeutete im Klartext: Die Kommune kann das Bad nicht weiter betreiben. „Für uns ist der Fortbestand des Buschmühlenbades alternativlos“, wie Sven Heinrich klarstellt. Schon seit 2012 hatte es innerhalb des damaligen Bretnig-Hauswalder Gemeinderates eine Arbeitsgruppe gegeben, die sich mit der Entwicklung der Anlage beschäftigte.

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Eine gute Grundlage, um den Willen zahlreicher Bürger zum Erhalt des Bades zu kanalisieren und in konkrete
Aktionen umzumünzen – aber noch nicht genug. „Es bedurfte einer rechtsfähigen Form, also eines Vereines“, betonen Sven Heinrich und Kerstin Ternes. Und Ende April erfolgte die ersehnte Eintragung des „Naturbad
Buschmühle e.V.“ ins Vereinsregister beim Amtsgericht Dresden. Mit 42 kann der neu gegründete Verein auf eine stolze Zahl von Gründungsmitgliedern verweisen, weitere 20 Interessenten stehen kurz vor der Aufnahme. Und dass der Verein keineswegs nur als Papiertiger agieren will, beweisen die bisherigen Aktivitäten: „Erst am
vergangenen Wochenende hatten wir unseren dritten großen Arbeitseinsatz, und am 13. Mai soll es noch einen geben. Bisher kamen immer 30 bis 40 Teilnehmer“, berichtet Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Knoth stolz.

Unter anderem wurden die Sprunggrube entschlammt, die Ufermauer ausgebessert und die Sitzbänke repariert. Hinzu kam, was in jedem Jahr passieren muss, bislang aber in die Zuständigkeit des Bauhofes fiel: Die Reste des Winters beseitigen, die Rutsche und den Spielplatz aufbauen, den Rasen mähen…

„Es wurde festgestellt, dass das Steggeländer zu niedrig ist, also müssen wir es noch erhöhen. Außerdem muss der Sprungturm fertig gestrichen und das Sprungbrett eingebaut werden“, blickt Sven Heinrich auf den kommenden Einsatz voraus.

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Pünktlich zum Saisonauftakt am 1. Juni soll das Buschmühlenbad dann im frischen Glanz erstrahlen. Den Badservice zu den Öffnungszeiten – geplant sind diese montags bis freitags von 12.00 bis 19.00, an Wochenenden,
Feiertagen und in den Schulferien von 10.00 bis 20.00 Uhr – will der Verein selbst absichern.Auch den Imbissbetrieb übernimmt ein Mitglied, das dies bereits in den Vorjahren geleistet hat.

Für die Sicherheit hat sich der Badverein die Wasserwacht Elstra ins Boot geholt, die durchgängig präsent sein wird. „Wir machen das alles in erster Linie für die Kinder aus dem Rödertal und aus Ohorn“, betont Sven Heinrich, der selbst mit seiner Familie in Ohorn lebt. Hans-Jürgen Knoth wohnt in Bretnig, doch Gemeindegrenzen spielen für den Verein keine Rolle, auch wenn die Gemarkungslinie quer über die Wasserfläche verläuft. . „Sowohl die Gemeinde Ohorn als auch die Stadt Großröhrsdorf unterstützen uns“, freuen sich die Vorstände, und Bürgermeisterin Kerstin Ternes bestätigt: „Wir stellen Pflegetechnik zur Verfügung.“

Eine enge Zusammenarbeit strebt der Badverein mit den umliegenden Schulen an, so sind bereits mehrere Klassenfeiern angemeldet. Und wenn es das Wetter erlaubt, „dann sind wir auch flexibel genug, die Badsaison über den 31. August hinaus zu verlängern“, wie Sven Heinrich versichert. Jetzt müssen „nur noch“ ausreichend Leute kommen, und das Wetter wenigstens einigermaßen mitspielen.

Uwe Menschner / 08.05.2017

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