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Netzwerk: „Es muss immer einen roten Faden geben“

Netzwerk: „Es muss immer einen roten Faden geben“

Im Abenteuercamp haben die Kinder zahlreiche Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Foto: Archiv/Verein

Seit etwas mehr als 25 Jahren besteht in Bischofswerda der „Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit“ e.V. Von dem Jubiläum im vergangenen Jahr hat die Öffentlichkeit nicht viel mitbekommen, „wir haben da kein großes Brimborium drum gemacht“, wie Teamchef Andreas Mikus erklärt.

Bischofswerda. Vielmehr setzt der anerkannte Träger der Kinder- und Jugendarbeit auf eine kontinuierliche Fortsetzung seiner Arbeit in mehreren Themenfeldern.

Freiwilligendienste

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Wenn es um Freiwilligendienste im ostsächsischen Raum geht, dann hat sehr oft das Netzwerk seine Hände „mit im Spiel“. „Derzeit betreuen wir genau 120 Freiwillige“, erklärt Bereichsleiterin Birgit Pietrobelli. Dabei arbeitet das Netzwerk mit annähernd 100 Einsatzstellen in der gesamten Region zusammen, der Schwerpunkt liegt allerdings im Altkreis Bautzen. Die Palette ist breit gefächert, sie reicht von der Soziokultur über die Kinder- und Jugendarbeit bis hin zu Tätigkeiten in der Altenpflege oder – seit 2016 verstärkt – in der Flüchtlingsbetreuung. Nicht immer, aber auch nicht selten bildet der Freiwilligendienst den Einstieg in eine berufliche Laufbahn auf dem jeweiligen Gebiet. Die Beschäftigung von Geflüchteten ist laut Birgit Pietrobelli „noch schwierig, aber wir wollen uns dieser Aufgabe stellen.“ Freilich bilden bereits vorhandene Deutschkenntnisse die Grundvoraussetzung. Im Übrigen leisten nicht nur Jugendliche, sondern auch eine ansehnliche Anzahl von über 27-Jährigen Freiwilligendienst: „Sie kommen hauptsächlich aus dem Hartz IV-Bereich und wollen gebraucht werden, manche versuchen darüber auch den beruflichen Wiedereinstieg, besonders im Pflegebereich“, so die Bereichsleiterin.

Jugendhilfe

Christoph Semper als Verantwortlicher für den Bereich Jugendhilfe registriert wieder einen stärkeren Zulauf zu den bestehenden Jugendclubs aus jüngeren Jahrgängen. Ein gutes Anzeichen dafür, dass die Kids auch in Zeiten von Whatsapp und Instagram noch das Bedürfnis nach persönlicher Begegnung haben? Erfolgreich verliefen die Jugendforen in Großharthau und Schönteichen, ebenso wie die Aktion „Stadtrat für einen Tag“ in Pulsnitz und Elstra. In ihrem Rahmen können die Jugendlichen selbstverantwortlich über die Verwendung eines festgelegten Budgets entscheiden.

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Abenteuercamp

Einer ungebrochenen Beliebtheit erfreut sich das vom Netzwerk betriebene Abenteuercamp am Deutschbaselitzer Großteich. „Die Anmeldungen für das Sommercamp laufen schon, es wird sehr zeitig gebucht“, berichtet Andreas Mikus. Im vergangenen Jahr waren schon sehr zeitig alle Plätze belegt. Zum Angebot gehören unter anderem Bootstouren, Klettern, Handwerkskurse, Teamtrainings und Höhlenexkursionen. „Es muss immer einen roten Faden geben, sonst ist es keine Erlebnispädagogik“, betont der Teamleiter.

Schiebockwettbewerb

Das Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit beteiligt sich aktiv an dem im Rahmen des 790-jährigen Bischofswerdaer Stadtjubiläums initiierten Schiebockwettbewerb und hat über eine Whatsapp-Gruppe ein eigenes Team dafür auf die Beine gestellt. Kein Wunder, arbeitet Andreas Mikus ja in der entsprechenden Arbeitsgruppe mit. Der Schiebock, den die bislang achtköpfige Gruppe kreieren will, dürfte sicher zu den ungewöhnlichsten des Wettbewerbs zählen: „Er wird sehr groß und beweglich sein und aus Altmetall bestehen“, verrät Andreas Mikus schon mal vorab. Seinen Platz soll der „Riesenschiebock“ auf dem Vereinsgelände an der Lutherstraße finden, für das es auch noch weitere Pläne gibt: „Wir wollen das Freigelände parkähnlich gestalten“, so der Teamchef.

Uwe Menschner / 19.04.2017

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