Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Nicci Schubert auf dem Weg zum Schlagerstar

Nicci Schubert auf dem Weg zum Schlagerstar

Nicci Schubert ist auf dem Weg nach ganz oben im deutschen Schlager. Schon als Vierjährige stand sie gemeinsam mit ihrem Opa Siegfried „Siggi“ Ziegert auf der Bühne. Nun will sie mit eigenen Songs das Publikum erobern. Foto: PR

Görlitz. Schon als Kind stand sie regelmäßig auf der Bühne, damals meist zusammen mit ihrem Opa. Inzwischen ist aus der kleinen Nicole eine junge Frau geworden: Nicci Schubert. Von Görlitz aus schickt sie sich an, die Schlager-Hitparaden zu stürmen. Siegfried Ziegert verfolgt gespannt den musikalischen Weg seiner Enkelin.

Das waren noch Zeiten, als die Beiden gemeinsam auf der Bühne standen. Als „Siggi und Nicole“ begeisterten sie das Publikum so mancher Rentnerveranstaltung. Gesungen wurden meist Volkslieder und Evergreens. Das erste Mal hatte Nicole mit ihrem Opa als Vierjährige im voll besetzten Saal der Stadthalle gesungen. Siegfied Ziegert, ein in Görlitz stadtbekannter und erfolgreicher Musiker, förderte seine Enkelin, wo er nur konnte. Und er brachte ihr das Gefühl für stimmungsvolle Melodien bei, schulte ihre Stimme, war ihr in allen musikalischen Dingen wie ein zweiter Vater.

Inzwischen ist aus Nicole Nicci geworden. Als Nicci Schubert ist die jetzt 30-Jährige dabei, den deutschen Schlagerhimmel zu erobern. Das, sagt sie, ist jedenfalls ihr Ziel. Auf dem Weg dahin wird sie von Thomas Schneider unterstützt, der in der Neißestadt eine Veranstaltungsagentur betreibt, seit 33 Jahren im Musikbereich tätig ist und schon Künstler wie C.C. Catch, Bad Boys Blue, Fancy oder Roland Kaiser bei ihren Touren begleitete. Anfang 2016 hatten sich die Beiden kennengelernt. Schneider sah im Lokalfernsehen die Aufzeichnung einer Varietéveranstaltung auf der Landeskrone. Kurze Zeit später traf er Nicci, die gelernte Kauffrau, hinter der Kasse eines Görlitzer Supermarktes. „Das war purer Zufall, aber ich dachte sofort, dass wir diesen Wink des Schicksals nutzen sollten.“ Es dauerte bis Mitte Februar, da sang die Görlitzerin bei einer Messe in der Löbauer Eventhalle. Sowohl für die Sängerin als auch den Manager war dies der Auftakt dafür, künftig beruflich einen gemeinsamen Weg zu gehen.

Anzeige

Ein Dreivierteljahr später sind die ersten Schritte bereits getan. „Ich weiß, dass ich richtig Gas geben muss. Aber allein war es bisher schwierig, in der Schlagerbranche Fuß zu fassen“, ist Nicci Schubert froh über die Zusammenarbeit, die ihr in den zurückliegenden Monaten schon etliche Auftritte beschert hat.

Und auch in der bevorstehenden Weihnachtszeit ist ihr Terminkalender gut gefüllt: Am ersten Advent kann man sie in der Löbauer Einkaufsmeile erleben, am zweiten Advent singt sie im Bautzener Kornmarkt-Center. Am dritten Advent tritt sie beim Cottbuser Weihnachtsmarkt auf, am vierten Advent steht sie in Bernburg auf der Bühne. „Wir gehen Schritt für Schritt vor, überstürzen nichts. In diesem Jahr ging es darum, Nicci lokal bekannter zu machen, Musik-Labels anzuschreiben, sich bei Produzenten vorzustellen“, erklärt Thomas Schneider. 2017 wolle man nur noch vereinzelt lokale Auftritte einschieben, vor allem soll es ab Januar überregional weitergehen – wenn es sich ergibt, auch im Fernsehen. „Es wird ein langer und beschwerlicher Weg“, da sind sich die Beiden einig. „Aber wir wollen ihn nachhaltig gestalten. Nicci soll kein Sternchen sein, das nach dem ersten großen Erfolg bald wieder verglüht“, schiebt ihr Manager nach. In zwei, drei Jahren möchte Nicci Schubert hauptberuflich auf der Bühne stehen, möglichst jedes Wochenende einen Auftritt haben.

Auch wenn sie optisch einen Hauch von Helene Fischer bietet, auf den Star neidisch ist sie nicht. „Für mich ist es vielmehr Ansporn, dort zu singen, wo Helene vor zehn Jahren schon mal auf der Bühne stand – zum Beispiel in Girbigsdorf.“ Es motiviere sie zu wissen, was man durch harte Arbeit erreichen kann.

Anzeige

Thomas Schneider ist überzeugt, dass es sein Schützling schaffen kann. „Sie ist absolut zielstrebig, singt deutsche Lieder, dazu live. Und sie will dem Publikum in Zukunft immer mehr eigene Songs präsentieren.“ Dabei bevorzugt Nicci eher die sanften Töne, möchte ihre zarte Stimme nicht zu sehr beanspruchen. „Als Tontechniker musst du deinen Job schon lieben, damit ihr Gesang richtig zur Geltung kommt“, meint Schneider schmunzelnd.
Gerade erst sind drei neue Songs erschienen. Mit „Plötzlich verliebt“ geht die Sängerin nun in die Offensive. Aber auch die anderen beiden Lieder – „Magische Zeiten“ und „Fluch oder Segen“ – sollen sie auf dem Erfolgsweg nach oben bringen und werden von den Schlagerfans in den einschlägigen Downloadportalen bereits gern heruntergeladen.

Welchen musikalischen Kurs sie schließlich einschlagen wird, sollen die nächsten Monate zeigen. „Im Moment sind wir noch in der Findungsphase. Ob es weiter Popschlager sind oder ob es mehr in die Richtung Balladen geht – es muss auf jeden Fall etwas Tanzbares sein. Einen Wiedererkennungswert zu schaffen, ist wichtig“, stellen Nicci und ihr Manager klar.

Opa Siegfried beobachtet das Ganze im Hintergrund, ist gern gesehener Berater und Ideengeber. Noch immer sitzt er mit seiner Enkelin zuweilen in der Küche und probiert Melodien aus: Er an der Gitarre, sie mit der Stimme. „Ich bin froh, dass wir so zusammenhalten. Und ich weiß, dass ich meinem Opa sehr viel auf meinem Weg zu verdanken habe.“

Frank-Uwe Michel / 08.11.2016

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Die Mail-Adresse wird nur für Rückfragen verwendet und spätestens nach 14 Tagen gelöscht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel