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Sattelzug kippt auf dem Feld um

Sattelzug kippt auf dem Feld um

Foto: Symbolbild

Großschweidnitz. Auf der S 148 unweit der Ortschaft Großschweidnitz ist ein Sattelzug von der Fahrbahn abgekommen und neben der Straße auf einem Feld auf die Beifahrerseite gekippt. Der 54-jährige Fernfahrer blieb dabei unverletzt.

In einer ersten Befragung gab der Fernfahrer an, einem unbekannten Fahrzeug ausgewichen zu sein, welches im Gegenverkehr überholt habe. Dabei habe er die Kontrolle über sein leicht beladenes Gespann verloren. Die Polizei hat derzeit keinen Grund, an den Schilderungen des Mannes zu zweifeln. Eine genaue Untersuchung der Polizei brachte aber auch andere ungünstige und möglicherweise unfallursächliche Faktoren ans Licht. So war der Sattelzug viel zu schnell auf der bergabführenden, engen Staatsstraße unterwegs gewesen. Statt der erlaubten 60 Kilometer pro Stunde zeigte ein Ausdruck des digitalen Kontrollgerätes, dass der Laster mit 104 Kilometer pro Stunde gefahren war. Gleichzeitig blies vor Ort ein böiger Wind auf die Fahrerseite des Lkw, der mit voller Wucht auf die breite Plane des lediglich mit rund acht Tonnen Dämmmaterial beladenen Aufliegers gewirkt haben könnte. Auch diese Umstände können dazu geführt haben, dass der Fernfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Um die Ursache des Unfalls genau zu klären, hat die Polizei strafrechtliche Ermittlungen zum Verdacht einer Unfallflucht gegen unbekannt eingeleitet.

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Gleichzeitig kam ein Bußgeldverfahren auf den verunfallten Lkw-Fahrer zu, da er mehr als 40 Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt gefahren war. Zur Sicherstellung des weiteren Verfahrens zahlte er eine sogenannte Sicherheitsleistung in Höhe von rund 350 Euro. Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen zur Ursache des Unfalls bleibt abzuwarten. Zur Bergung des Sattelzuges rückte am Abend ein Unternehmen an, um das Gespann aufzurichten und anschließend abzuschleppen. Während der Bergung blieb die Staatsstraße für einige Stunden voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Der Sach- und Flurschaden belief sich auf etwa 20.000 Euro.

Steffen Linke / 31.01.2018

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