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Schnelles Internet als wichtiger Standortvorteil

Schnelles Internet als wichtiger Standortvorteil

Der alte und der neue Chef: Thomas Schmidt (li.) übergibt den Staffelstab bei Info-Kabel an Ralph Buder.

Alternativer Text Infobild

Der Bahnhof Bischofswerda führt ein erfreulicheres Dasein als die meisten seiner „Artgenossen.“

Bischofswerda und Burkau sind komplett mit schnellem Internet versorgt. Zwei Firmen haben daran eine große Aktie.

Bischofswerda/Burkau.
Bei der Bischofswerdaer Info-Kabel GmbH steht eine wichtige Personalie auf der Tagesordnung: Thomas Schmidt, der Mitgründer und langjährige Geschäftsführer, scheidet altersbedingt aus und übergibt den Staffelstab an Ralph Buder. Dieser wurde bereits zum 1. Januar zum Geschäftsführer berufen und dokumentiert in seiner Person die enge Zusammenarbeit der Stadt Bischofswerda und ihrer städtischen Gesellschaft mit der Enso Energie Sachsen Ost AG, bei der er als Mitarbeiter der Stabsstelle für Kommunalkontakte verantwortlich zeichnet.

Breitbandausbau vor dem Abschluss

In dieser Funktion kennt er auch das größte und wichtigste gemeinsame Projekt aus dem Effeff – den Ausbau der Breitband-Internetversorgung in Bischofswerda und der benachbarten Gemeinde Burkau (die ebenfalls an Info-Kabel beteiligt ist). Im September 2016 gestartet, steht diese Infrastrukturmaßnahme nunmehr vor dem erfolgreichen Abschluss: „Circa 4000 Info-Kabel-Kunden können ab sofort via Fernsehkabel auf der Internetautobahn zum Überholen ansetzen“, wie Ralph Buder erklärt. Sie kommen zu den 3000 Haushalten hinzu, die bereits über VDSL – also unter Nutzung des Telekom-Kupfernetzes auf der „letzten Meile“ zum Endkunden – über schnelles Internet verfügen.

Damit sind Bischofswerda und Burkau mit schnellem Internet „vollversorgt“, während das Prozedere des Landkreises Bautzen zum Breitbandausbau noch immer in den Startlöchern sitzt. Laut dessen Zeitplan soll in der 13. Kalenderwoche (letzte Märzwoche) der Zuschlag für die einzelnen Ausbaulose vergeben werden. Bis Ende 2019 soll dann der eigentliche Ausbau erfolgen.

Bischofswerda ist da wie gesagt schon ein paar Schritte weiter. Sehr zur Freude von Oberbürgermeister Holm Große: „Seit August 2015 haben wir gemeinsam mit der Gemeinde Burkau die Planungen zum Breitbandausbau forciert, um für unsere Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.“

Die erste Frage bei Ansiedlungsgesprächen gelte fast immer der Schnelligkeit des vorhandenen Internetanschlusses. Eine Erfahrung, die auch der Burkauer Bürgermeister Sebastian Hein bestätigt: „Auch wer bei uns ein Haus bauen will, fragt spätestens als Zweites nach dem schnellen Internet.“

Die 1,2 Millionen Euro, die die Enso eigenwirtschaftlich – also ohne Förderung – in Bischofswerda „verbuddelt“ hat, sind für beide Kommunaloberhäupter „gut angelegtes Geld.“

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Bahnhof voll belegt

Wenn Ralph Buder seine nebenberufliche Tätigkeit bei Info-Kabel (hauptberuflich ist er nach wie vor bei der Enso tätig) ausübt, führt ihn sein Weg in das Bischofswerdaer Bahnhofsgebäude. Dieses ist mittlerweile komplett belegt – das Obergeschoss teilen sich Info-Kabel und die Firma Baer Services, die auch die entsprechenden Eigentumsanteile erworben haben. Das Erdgeschoss gehört nach wie vor der Stadt, die dort Räume unter anderem an die Deutsche Bahn, das private Reisecenter und den TV 1848 vermietet hat.

Auch dies kann man – insbesondere im Vergleich zu anderen Bahnhöfen der Region – als Erfolgsgeschichte bezeichnen. Bis 2009 war der weitaus größere Teil der Gebäudesubstanz des damaligen Bahnhofsgebäudes abgerissen worden, sodass letztlich nur noch dessen historischer Kern übrig blieb.

Uwe Menschner / 05.03.2018

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