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Weinhübeler Schüler lernen jetzt in einer neuen Grundschule

Weinhübeler Schüler lernen jetzt in einer neuen Grundschule

Hell und modern präsentiert sich die neue Grundschule in Görlitz-Weinhübel. Dafür wurden insgesamt mehr als vier Millionen Euro investiert. Foto: Stadt Görlitz

Görlitz. Die ersten Stunden waren besonders spannend. Erst einmal wurde das Schulhaus besichtigt, man inspizierte die Räume und ordnete die neuen Garderobenschränke zu. Auch dass jetzt für die Hofpausen ein schön gestalteter und großzügig angelegter Pausenhof mit Bodentrampolin bereitsteht, weckte in den Kinderherzen Freude. Ein neuer Schulgarten wurde angelegt und die für die Grundschule notwendigen Außensportanlagen auf dem benachbarten Sportplatz geschaffen, darunter eine Laufbahn mit Weitsprunganlage.

Das neue moderne und helle Schulgebäude bietet den Kindern beste Lernbedingungen. Die Hortkinder können neben dem neuen Hortgebäude auch zahlreiche Spielgeräte in Beschlag nehmen.

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Damit es auch jeder weiß: Hier befindet sich die Grundschule in Weinhübel. Diese lustige Malerei weist darauf hin. Foto: Stadt Görlitz

Am Freitag, 28. Oktober,wird das Schulhaus in Anwesenheit von Oberbürgermeister Siegfried Deinege offiziell eröffnet. Am Nachmittag, ab 16.00 Uhr, wird es für alle Eltern der 182 Grundschüler einen „Tag der offenen Tür“ geben. Denn sie sollen sehen, wo ihre Kinder in Zukunft lernen. Für interessierte Görlitzer Einwohner ist demnächst ein weiterer „Tag der offenen Tür“ vorgesehen.

Der Entscheidung, im Stadtteil Weinhübel eine neue Grundschule mit Hort zu errichten, ging ein langer Prozess der Prüfung in der Stadt Görlitz voraus – begleitet von intensiveren Verhandlungen mit dem Fördermittelgeber, dem Freistaat Sachsen. Unter dem Gesichtspunkt des prognostizierten Geburtenrückganges im ländlichen Raum war eine Entscheidung für den Neubau einer Grundschule durchaus nicht selbstverständlich. Die Stadt brachte jedoch den Nachweis, dass die Geburtenentwicklung in Görlitz seit Jahren konstant ist und für die Stadtteile Weinhübel, Hagenwerder und Tauchritz der Bedarf für eine Grundschule besteht.

Auf dem Grundstück Jonas-Cohn-Straße 63 in Weinhübel stand bis Sommer 2015 das dreigeschossige Schulgebäude „Typ Dresden“ der ehemaligen Mittelschule 4, errichtet Ende der 1960er Jahre. Auf Grundlage einer Studie aus dem Jahre 2012 wurde beschlossen, anstelle einer Sanierung des alten Schulkomplexes einen Ersatzneubau als Gebäudeeinheit von 1,5-zügiger Grundschule für 168 Kinder und einen Hort für 55 Kinder auf demselben Grundstück zu errichten. Der Abriss des alten Schulgebäudes begann im Frühjahr 2015.

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An der Hofseite befindet sich das Eingangsportal der Schule. Gestaltet mit viel Glas zeigt es sich in modernem Outfit. Foto: Grundschule Görlitz Weinhübel

Nach dem Richtfest im Oktober 2015 wurde durchgängig weitergearbeitet. Bis zum Ende des gleichen Jahres wurde der Rohbau fertiggestellt und die Dacharbeiten begannen. Im Januar 2016 startete man mit Installation und Ausbau. Insgesamt 30 Gewerke waren an dem Bau beteiligt, die parallel oder nacheinander auf der Baustelle arbeiteten und koordiniert werden mussten. Trotz Höhen und Tiefen im Bauablauf konnte die Schule im September fertiggestellt und durch Behörden und Prüfer abgenommen werden. Kleinere Restarbeiten im Gebäude und die saisonabhängigen Pflanzarbeiten im Außengelände werden noch im Oktober abgeschlossen.

Das neu errichtete Gesamtgebäude ist in drei Baukörper gegliedert, die durch eine zentrale zweigeschossige Pausenhalle miteinander verbunden sind.

Im Schulhaus sind an der Südseite in Erd- und Obergeschoss je drei Klassenräume angeordnet. Nordseitig liegen im Erdgeschoss der Werkraum mit Nebenraum, Lehrmittelraum und Schularchiv sowie im Obergeschoss das PC-Kabinett und der Lehrer- und Verwaltungsbereich. An der Nordwestecke im Erdgeschoss wurden alle technischen Funktionsräume vorgesehen, die von dieser Stelle aus alle Gebäudeteile einschließlich dem neuen Hort versorgen können.

Der zweigeschossige Mehrzweckbau ist östlich neben dem Haupteingang angeordnet. Im Erdgeschoss sind der Speiseraum/Mehrzweckraum mit Nebenraum sowie die Verteilerküche, die Milch- und Teeküche, außerdem Räume für den Hausmeister und das Reinigungspersonal vorhanden. Im Obergeschoss befinden sich der Musikraum mit Nebenraum, ein kleiner Unterrichtsraum und der Kunstraum.

Im eingeschossigen Hortgebäude, das sich östlich von der Pausenhalle als quaderförmiger Baukörper erstreckt, sind an der Südseite die drei Gruppenräume und der Hausaufgabenraum angeordnet. Nordseitig liegen die Räume für Hortleiter und Hortpersonal sowie die Lagerräume für Mobiliar, Innen- und Außenspielgeräte.

Über die Pausenhalle sind die drei Baukörper miteinander verbunden und können von hier aus über eine offene Treppenanlage und einen Aufzug erreicht werden. Im Erdgeschoss befinden sich der Haupteingang zum Gebäude und der Ausgang zum Pausenhof. Außerdem ist hier ein zentraler, offener Garderobenbereich eingerichtet.

Im Obergeschoss ist zudem eine abgetrennte Mediathek mit PC-Platz und kleiner Bibliothek vorhanden.

Die an die Grundschule angrenzende Turnhalle, ebenfalls in den 1960er Jahren errichtet, wurde teilmodernisiert. Die Maßnahme umfasste die Erneuerung der Sanitäranlagen, der Heizungsanlage und die Instandsetzung des Parkettbodens in der Halle, die nun nach einigen baulichen Eingriffen zugunsten des Brandschutzes durch die Schule als Veranstaltungsstätte genutzt werden kann. Die Investition soll die Turnhalle noch einmal für die nächsten zehn Jahre ertüchtigen.

Die Gesamtkosten für das Neubauprojekt belaufen sich auf 4,26 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte über die Förderung durch den Freistaat Sachsen (Hochwasserförderung: 723.925 Euro; Sächsische Aufbaubank: 1.269.542 Euro) sowie über Eigenmittel der Stadt Görlitz (2.266.500 Euro). In den Eigenmitteln sind Kosten für die Ausstattung für Schule und Hort in Höhe von insgesamt 183.500 Euro enthalten.

Für die Modernisierung der Turnhalle hat die Stadt Görlitz weitere Eigenmittel in Höhe von 290.000 Euro zur Verfügung gestellt.

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Redaktion / 25.10.2016

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