Auf zu den großen Modellbahntagen

Die Besucher können sich von der Detailverliebtheit der 1.800 Meter Gleise und der Erlebnis-Gastronomie überzeugen. Foto: Verein
Das Modelleisenbahnland Oderwitz e.V. lädt anlässlich des 20-jähriges Bestehens vom 1. bis 3. Mai jeweils von 12.00 bis 17.00 Uhr zu den großen Modellbahntagen in der Kirchstraße 8 im Ortsteil Niederoderwitz ein.

Die Hauskatze verirrt sich regelmäßig auf die Schienen und flaniert völlig tiefenentspannt zwischen den Loks hindurch. Foto: privat
Oderwitz. Bei diesem dreitägigen Event stehen die Modellanlagen, eine Gartenbahn, rasante Carrera-Action, eine Tombola und ein großer Flohmarkt im Mittelpunkt. Tauchen Sie ein in eine beeindruckende Welt aus detailreichen Städten, sanften Tälern, Lokomotiven mit Sound und präzise gestalteten Kulissen.
Die Besucher können sich dabei von der Detailverliebtheit der 1.800 Meter Gleise und der Erlebnis-Gastronomie überzeugen. Hier bedient nicht der Kellner, sondern die Eisenbahn! Die liebevoll gestalteten Loks bringen Speisen und Getränke direkt auf Schienen an die Tische. Na dann – guten Appetit. Auf der Gartenbahn sind dazu große Züge im Außeneinsatz.
Eine Anlage dieser Größenordnung ist laut Nicole Gottschlich vom Vorstand des Vereins Modelleisenbahnland Oderwitz e.V. niemals „fertig“: „Damit 1.800 Meter Gleis und hunderte Weichen einwandfrei funktionieren, leisten unsere Mitglieder jährlich circa 2.000 Arbeitsstunden. Es ist ein permanenter Kreislauf aus technischer Wartung der Loks, der Pflege der Elektronik und der künstlerischen Landschaftsgestaltung. Attraktivität entsteht durch Liebe zum Detail, Funktionstüchtigkeit durch Disziplin.“
Und wer wischt auf so einer großen Modelleisenbahnanlage Staub? „Staub ist der natürliche Feind der Modelleisenbahn. Auf unserer Fläche fällt er regelmäßig an – gefühlt ist nach circa zwei Wochen eine dünne Schicht da. Wir nutzen eine Kombination aus speziellen ,Schienenschleifwagen’, die im laufenden Betrieb die Gleise reinigen, und feinsten Pinseln sowie kleine Vakuumsauger für die Häuser und Landschaften. Das ist echte Sisyphusarbeit“, antwortet sie.
In den 20 Jahren selbst hat das Modelleisenbahnland Oderwitz natürlich auch viele lustige Anekdoten erlebt. „Einmal wartete ein Gast in unserer Erlebnis-Gastro so gespannt auf sein Essen, dass er versuchte, den Servier-Zug bereits während der Fahrt ,abzuernten’. Die Lok gab aber nicht nach und es gab ein kurzes Tauziehen um die Bratwurst, das die Lok glücklicherweise gewann“, berichtet sie schmunzelnd.
Und sie gibt dazu noch etwas zum Besten: „Unsere Hauskatze, mittlerweile fester Bestandteil des Teams,verirrt sich regelmäßig auf die Schienen und flaniert völlig tiefenentspannt zwischen den Loks hindurch, um unsere Gäste zu begrüßen. Für die Besucher sieht das natürlich spektakulär aus.“
Laut Nicole Gottschlich ist das Modelleisenbandland Oderwitz mehr als ein lokales Ausflugsziel: „Wir sind ein touristischer Botschafter für die Oberlausitz. Medial sind wir bereits weit über die Landesgrenzen hinaus vertreten, was dazu führt, dass nicht nur Gäste aus ganz Europa, sondern tatsächlich aus der ganzen Welt den Weg nach Oderwitz finden.“ Und sie fügt noch hinzu: „Als eine der größten H0-Anlagen Sachsens bieten wir ein Alleinstellungsmerkmal, das Menschen hunderte Kilometer reisen lässt. Wir stärken damit den regionalen Tourismus und beweisen, dass technische Perfektion und leidenschaftliches Ehrenamt in der sächsischen Provinz Weltklasse-Niveau erreichen können.“