Cunewalde: Wartehalle soll zum Café werden

Für die neue Nutzung soll die alte Wartehalle „fachgerecht und originalgetreu“, in Einklang mit den denkmalschutzrechtlichen Regelungen, saniert werden.
Cunewalde. Der Cunewalder Gemeinderat hat auf einer seiner jüngsten Sitzungen dem Verkauf der Grundstücke, auf denen sich die um 1890 erbaute Wartehalle des früheren Bahnhofs Obercunewalde befindet, einstimmig zugestimmt. Erwerber ist ein Paar aus Großschweidnitz, das laut dem eingereichten Konzept in dem denkmalgeschützten Gebäude ein Café einrichten will. Dafür soll die alte Wartehalle „fachgerecht und originalgetreu“, in Einklang mit den denkmalschutzrechtlichen Regelungen, saniert werden. Weitere Sitzplätze sollen in einem alten Waggon direkt auf den noch vorhandenen Gleisen zur Verfügung stehen. Die Erwerber haben nach eigenen Angaben umfangreiche Erfahrungen in der Gastronomie und sind selbst begeisterte Radfahrer – die Wartehalle befindet sich am Radweg, der anstelle der früheren Bahnstrecke zwischen Bautzen und Löbau errichtet wurde.
Die Gemeinde Cunewalde hatte das Objekt im August 2025 zum Verkauf ausgeschrieben. „Konzepte, welche zur Bereicherung der öffentlichen Touristischen Infrastruktur bzw. zur Erweiterung des touristischen Dienstleistungsangebots von Cunewalde dienen, werden prioritär behandelt“, hieß es in der Ausschreibung. Für den Fall, dass das Konzept nicht innerhalb von zwei Jahren umgesetzt wird, behält sich die Gemeinde ein Rückkaufsrecht vor. Die Erwerber wollen bereits 2026 erste Angebote schaffen. Weitere Angebote gingen laut Beschlussvorlage nicht ein. Der Bahnhof selbst war nicht Gegenstand der Ausschreibung. â