Die Generation Mauerbau spricht

Eine Generation zwischen Teilung und Einheit – Videoinstallation in der Gedenkstätte Bautzen Foto: KRRO Film Berlin
Bautzen. Bis zum 4. Oktober ist in der Gedenkstätte Bautzen die Videoinstallation „Generation Mauerbau“ zu sehen, die persönliche Erfahrungen mit der deutschen Teilung und dem Mauerfall in den Mittelpunkt stellt. Frauen und Männer aus Sachsen, Baden-Württemberg und Berlin, die alle im Jahr des Mauerbaus 1961 geboren wurden, erzählen in Video-Interviews ihre ganz individuellen Erinnerungen. Sie schildern nicht nur Glücksgefühle und Chancen, die sich durch die Deutsche Einheit ergaben, sondern auch Enttäuschungen, Ängste, innere Brüche und tiefes Misstrauen gegenüber der Zukunft.
Die Installation nimmt 65 Jahre nach dem Mauerbau die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung in den Blick und zeigt dabei die Unterschiedlichkeit der Erfahrungen von West- und Ostdeutschen. Die Ausstellung ist Teil der Wanderausstellung „Generationen verbinden“ und wurde von den Videokünstlern Ina Rommee und Stefan Krauss (KRRO Film) realisiert.
Die wissenschaftliche Leitung des Projekts übernahm Dr. Christiane Bertram von der Universität Tübingen, das in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer, dem Archiv Deutsches Gedächtnis der FernUniversität Hagen und dem Koordinierenden Zeitzeugenbüro entstand. Die Besucher der Gedenkstätte erhalten damit einen bewegenden und vielschichtigen Einblick in ein prägendes Kapitel deutscher Geschichte aus der Perspektive einer ganzen Generation.