Geraten Ballons und Flugblätter auch auf Abwege?

Soldaten befestigen vier Kilogramm schwere Pakete mit über 2.000 Flugblättern am Ballon. Ein Fund eines Flugblattes könne, so das Landeskommando, an die auf dem Flugblatt angegebene Adresse gemeldet werden. Foto: Anne Weinrich/Bundeswehr
Region. Das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr wird vom 25. Januar bis 4. Februar im Freistaat die Übung „Colder Iron 2026“ durchführen. Die 5. Einsatzkompanie verlegt dazu rund 100 Soldaten aus Mayen in Rheinland-Pfalz nach Sachsen. Bei „Colder Iron“ werden „Abläufe der taktischen Direktkommunikation“ geübt, unter anderem die Fähigkeit der „Abstandsfähigen Produktverbringung“ (APV). Flugblätter werden mit Hilfe von Heliumballons in vorher berechneten Zielgebieten abgeworfen. Es handelt sich um Übungsflugblätter, auf denen lediglich ein Symbol und ein Informationstext für den Finder abgedruckt sind. „Im Einsatzfall dienen diese Flugblätter dazu, Informationen an die Menschen im Zielgebiet der Flugblätter zu übermitteln, insbesondere, wenn diese (.) auf anderem Wege schlecht erreichbar wären“, so das Landeskommando Sachsen. Zielgebiet ist der Truppenübungsplatz Oberlausitz. Die Region, in der die Ballons aufsteigen, sei dabei witterungsabhängig und „wird tagesaktuell angepasst“. Städte und Ortschaften würden gemieden. Es könne dazu kommen, dass LKWs und Großfahrzeuge (keine Kettenfahrzeuge) durch die umliegenden Ortschaften fahren. „Aus Sicherheitsgründen können die genauen Orte und Zeiten nicht genannt werden“, heißt es. Durch Wind- und Witterung könnten Flugblätter von ihrer Flugbahn abkommen und in umliegenden Ortschaften landen. Die Übungsflugblätter sind in Deutsch und Polnisch bedruckt.