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Görlitzer Polizei gibt Empfehlungen gegen Briefdiebe

Görlitzer Polizei gibt Empfehlungen gegen Briefdiebe

Auch innerhalb von Mehrfamilienhäusern sind Briefkästen nicht sicher, wenn der Zugang zum Haus zu leicht ist. Foto: Till Scholtz-Knobloch

Zur Serie der Diebstähle aus Briefkästen in Görlitz (wir berichteten: https://www.alles-lausitz.de/serie-von-briefkastendiebstaehlen-in-goerlitz.html) hat die Polizeidirektion nun Ratschläge an die Bürger herausgegeben, die wir folgend dokumentieren:

Was können Mieter und Haus-/Wohnungseigentümer tun?

  • Eine simple Maßnahme, die jedoch schon sehr viel bewirken kann, ist die tägliche Leerung der Briefkästen. Da die Täter meistens nachts aktiv waren, gehen sie leer aus, wenn deren Opfer ihre Post bereits entnommen haben.
  • Achten Sie bewusst auf unbekannte Personen im Haus oder auf Ihrem Grundstück. Sprechen Sie Fremde gegebenenfalls direkt an.
     
  • Sollten sich in Mehrfamilienhäusern die Postkästen innen befinden, ist eine erste Hürde für die Täter geschaffen. Diese überwanden sie bei mehreren Mietern indem sie klingelten und sich als Postzusteller ausgaben. Hier ist unser Appell sich zu vergewissern, ob wirklich der Paketbote vor der Tür steht. Werfen Sie einen Blick aus dem Fenster und lassen Sie nicht jeden ungesehen herein.
  • Es besteht bei einigen Paketzulieferern die Möglichkeit, dem Einwurf von Abholzetteln zu widersprechen. Sie erhalten dann eine E-Mail und nur wenn Sie diese vorzeigen, bekommen Sie Ihr Päckchen. Dasselbe gilt bei der Abgabe Ihrer Sendung in einer Packstation.

Was können Vermieter tun?

  • Neben den technischen Möglichkeiten zur Sicherung von Postsendungen können Sie als Vermieter in erster Linie informieren. Warnen Sie Ihre Mieter und geben Sie Sicherheitshinweise. Hierzu eignet sich beispielsweise ein Aushang im Treppenhaus Ihrer Objekte.

Was können Firmeninhaber tun?

In Görlitz nahmen die Briefdiebe unter anderem Unternehmen ins Visier, die sensible Postsendungen erhalten. Darunter waren zum Beispiel Kanzleien. Auch hier sind die unten stehenden technischen Sicherheitsvorkehrungen empfehlenswert. Darüber hinaus können sich Firmen auch ein Postfach einrichten. Sollten Sie sich dafür entscheiden, teilen Sie Ihren Kunden mit, dass Post ausschließlich an das angemietete Postfach zu senden ist.

Was können Paketshops und Zusteller tun?

Wir möchten mit diesem Text vor allem alle Beteiligten für das Thema und die Masche der Täter sensibilisieren. Dies gilt natürlich auch für Mitarbeiter von Paketabholzentren. Seien Sie stets wachsam und fordern Sie in jedem Fall einen Personalausweis zur Verifizierung von Ihrem Gegenüber.

Da es in einem der bekannten Fälle auch zu einem Diebstahl direkt aus der Tasche einer Postzustellerin kam, möchten wir auch hier zu erhöhter Vorsicht aufrufen. Lassen Sie Ihre Taschen nicht unbeaufsichtigt und Ihr Fahrzeug nicht unverschlossen zurück. Dies gilt nicht nur für die Post, sondern auch für Schlüssel zu Mehrfamilienhäusern, welche Sie bei sich führen.

Welche technischen Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Schwachstellen. „Einfache“ Briefkästen bieten keinen ausreichenden Schutz gegen den Diebstahl durch Entnahme bzw. Aufbrechen. Eine Entnahmesicherung verhindert zumindest den Diebstahl aus dem Postkasten. Diese lässt sich, abhängig vom Modell, auch nachrüsten.

Dennoch können die Täter einen Briefkasten immer noch aufbrechen. Bei einem neuen Modell sollten Sie demnach auf die Sicherheit, das Material, Schloss und die Entnahmesicherung achten. Der Briefkasten sollte der Norm DIN EN 13724 entsprechen. Weiterhin empfehlen wir Ihnen sich an die Errichterfirmen unter https://www.polizei.sachsen.de zu wenden. Unter der Rubrik Mechanik,
Postleizahl 02, befinden sich Firmen, die wir Ihnen ans Herz legen können.

Im Bereich Görlitz ist Ihr Ansprechpartner in Sicherheitsfragen die Firma Sockel aus Löbau, mit der wir bereits gemeinsame Präventionsveranstaltungen und Beratungen durchgeführt haben.

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Till Scholtz-Knobloch / 16.04.2020

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